Michael Horn breit

Mit mehr VW- Modellen in kürzerer Zeit will Michael Horn, Nordamerika-Chef von VW, den zuletzt schlappen Absatz der Kernmarke VW in den USA ankurbeln. Bild: VW

Für Volkswagen läuft es global ordentlich – vor allem für die Kernmarke VW bleibt Nordamerika eine echte Problemzone. Die beschworene Absatzwende lässt auch 2014 auf sich warten, im April kassierte die Marke gegen den Trend ein Minus von 10 Prozent. Nun soll eine stärker auf die Bedürfnisse der amerikanischen Kundschaft zugeschnittenes Modellpolitik die Wolfsburger Kernmarke zurück auf den Wachstumspfad bringen. Verschiedene US Medien zitieren VW-Nordamerika-Chef Michael Horn, der im Dezember vergangenen Jahres Jonathan Browning abgelöst hatte, mit Aussagen, wonach VW künftig neue Modelle deutlich schneller als bisher auf den Markt bringen möchte. Bislang erstreckt sich die Lebenszeit von neuen Modellen über etwa sieben Jahre, in der Regel gibt es nach vier Jahren eine größere Modellauffrischung. In Nordamerika wollen die Kunden aber schneller mit neuen Techniken und frischer Optik versorgt werden. Dem will VW nun Rechnung tragen. Laut Horn sollen nun alle fünf Jahre neue VW-Modelle in den Markt geschoben werden, Facelifts wird es demnach schon alle drei Jahre geben.

Allerdings, räumte Horn, werde die neue Modelltaktung nicht vor 2017 greifen. Damit wird die Maßnahme kaum noch dazu beitragen, das von VW-Konzernchef Martin Winterkorn herausgegebene Ziel von 800.000 verkauften Autos pro Jahr im Jahr 2018 zu erreichen. Von der Zielsetzung sind die Wolfsburger weit entfernt. Im vergangenen Jahr lag der Fahrzeugabsatz der Marke VW in Nordamerika bei rund 408.000 Einheiten. Horn räumte ein, dass das Ziel von 800.000 Fahrzeugen machbar, aber sehr anspruchsvoll sei.

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Frank Volk