Volkswagen Wolfsburg

VW hat sich in den vergangen Jahren immer wieder mit Prevent erbittert um Lieferkonditionen gestritten - auch vor Gericht. Bild: Volkswagen

| von Roswitha Maier

"Die Lieferstopps im August 2016 durch ES Guss und Car Trim waren vertrags- und rechtswidrig", teilte Volkswagen am Dienstag mit. Zuvor hatte die Funke Mediengruppe darüber berichtet. ES Guss und Car Trim gehören zu Prevent. Der durch die Produktionsausfälle entstandene Schaden beläuft sich laut VW auf mehr als 100 Millionen Euro.

 "Die Klagen richten sich nicht nur gegen die Zulieferer, mit denen die Lieferverträge bestanden, sondern ausdrücklich auch gegen deren Muttergesellschaften der Prevent-Gruppe, die für die Lieferstopps aufgrund entsprechender rechtswidriger Weisungen verantwortlich sind", teilte VW mit.

Für die Skoda-Ansprüche habe Volkswagen vor dem Landgericht Braunschweig die erste Klage auf Schadenersatz eingereicht. Welches Gericht zentral für die Ansprüche der weiteren Konzernmarken zuständig ist, müsse zunächst am Oberlandesgericht Dresden geklärt werden.

Die Prevent-Gruppe gehört der bosnischen Unternehmerfamilie Hastor und hat sich in den vergangenen Jahren mit VW immer wieder erbittert um Lieferkonditionen gestritten - immer wieder auch vor Gericht. Mehrfach standen in Wolfsburg die Bänder still, weil Prevent-Firmen mit Lieferstopps Preiserhöhungen durchsetzen wollten. VW reagierte mit Kündigungen der Lieferverträge. Auch mit Daimler liegt Prevent immer noch im Clinch.