VW CrossBlue breit

Mit dem CrossBlue will VW, deren US-Verkäufe 2013 gegen den Markttrend geschrumpft waren, besser den Geschmack der amerikanischen Autokäufer treffen. Auch in China soll das Fahrzeug produziert werden. - Bild: VW

Der Wagen, der 2016 in den USA auf den Markt kommen soll, werde auch im Reich der Mitte produziert, sagte Heinz-Jakob Neußer, der die Entwicklung der Stammmarke der Niedersachen verantwortet, am Rande der Automesse in Detroit.

Konzernentwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg, der neuerdings auch Chefentwickler bei der Tochter Audi ist, hatte zuvor bereits gesagt, dass auch chinesische Käufer größere Autos haben wollten.

Heinz-Jakob Neußer

Heinz-Jakob Neußer: "Volkswagens geplantes Midsize-SUV, das 2016 in den USA auf den Markt kommen soll, werde auch im Reich der Mitte produziert." - Bild: VW

Europas größter Autobauer hatte offiziell angekündigt, das sogenannte Midsize-SUV, das im vergangenen Jahr in Detroit als Studie CrossBlue vorgestellt wurde, tatsächlich auch zu produzieren. Mit dem Wagen will die Marke Volkswagen, deren US-Verkäufe 2013 gegen den Markttrend geschrumpft waren, besser den Geschmack der amerikanischen Autokäufer treffen.

Weitere Ableger des Midsize-SUV möglich

Das SUV soll nach Aussage Neußers etwa fünf Meter lang sein und somit den sogenannten Modularen Querbaukasten nach oben abrunden. Bislang ist der Touareg Volkswagens größtes SUV. In Zukunft seien auch Derivate des geplanten SUVs denkbar, beispielsweise ein Coupe. Wo der Wagen innerhalb Nordamerikas produziert werden soll, entscheidet sich laut Neußer bald. Das VW-Werk in Chattanooga gilt als Favorit.

“Es ist jetzt an der Zeit, in den USA noch einen Zahn zuzulegen”, gestand Neußer mit Blick auf VWs Abschneiden in den USA ein. In den vergangenen Monaten waren die Verkäufe von VW deutlich rückläufig. Künftig wolle VW in den Vereinigten Staaten mehr Derivate auf den Markt bringen und das Lebenszyklusmanagement verbessern. Der amerikanische Autokäufer verlangt in der Regel schneller überarbeitete Modelle, was VW in den vergangenen Jahren nach Einschätzung von Experten nicht ausreichend adressiert hat.

Fortschritte beim geplanten Billigauto

Beim Billigauto hat VW laut Neußer jüngst Fortschritte gemacht. Mit Blick auf die Kosten sagte er allerdings, man sei noch nicht da, wo man hin wolle. Es gehe aber sukzessive in die richtige Richtung. VW plant ein Einstiegsauto für Schwellenländer, vor allem für den chinesischen Markt. Der Wagen soll etwa 6.000 Euro kosten, sich aber trotzdem rechnen. Das sei eine schwierige Gratwanderung, sagte Neußer.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke