VW China breit

In China wachsen derzeit nur die Hersteller mit internationalen Partnern. Dominiert wird der Markt von SAIC mit seinem großen Partner VW. Die chinsischen Hersteller verlieren dagegen an Boden. Bild: dpa

In den ersten acht Monaten wurden in China knapp über 15 Millionen Autos verkauft, die auch dort produziert wurden. Das entspricht einem Plus von 7,67 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

In den jetzt von der China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) veröffentlichten Zahlen sieht Namrita Chow, China-Epertin von IHS Automotive, die Prognose bestätigt, wonach der Markt zwar weiter wächst, aber an Dynamik verliert. So hatte das Marktwachstum in den ersten acht Monaten des Vorjahres im Vergleich zu 2012 noch bei 11,8 Prozent gelegen. Wenig Anlass zur Euphorie geben auch die Augustzahlen mit einem Plus von 4,4 Prozent. Derzeit, so IHS, deute alles auf eine Verlangsamung des Wachstums am chinesischen Markt hin.

Internationale Gruppen gewinnen in den ersten acht Monaten in China, chinesische Marken verlieren.  Grafik: IHS Automotive

Internationale Gruppen gewinnen in den ersten acht Monaten in China, chinesische Marken verlieren. Grafik: IHS Automotive

Die Wachstumsabschwächung spiegelt sich auch in den Ergebnissen der einzelenen Herstellergruppen wieder – vor allem bei der dominanten SAIC-Gruppe, die mit ihrem Partner VW das Tempo in China diktiert. So legte SAIC in den ersten acht Monaten stattliche 10,63 Prozent zu, aber längst nicht so deutlich wie in den ersten acht Monaten des Vorjahres, wo das Plus bei 14,7 Prozent gelegen hatte. Ähnlich das Bild bei der Bejing Automotive Industry Group (BAIC) mit einem Wachstum von 10,5 Prozent in den ersten acht Monaten nach 23,4 Prozent im Vorjahr.

Können die Gruppen mit internationalen Joint-Venture-Partnern durch die Bank zulegen, sieht es für die chinesischen Hersteller ohne globales Back-up deutlich schlechter aus. So verzeichnen Great Wall, Chery, BYD und JAC in den ersten acht Monaten allesamt Absatzrückgänge. Und Geely hilft auch das deutliche Wachstum von Volvo in Summe nicht: die Muttergesellschaft der Schweden muss in den ersten acht Monaten einen Absatzrückgang von 28 Prozent hinnehmen. Hauptproblem der Chinese: die Exportstrategien laufen nicht, außerhalb Chinas kommen die Hersteller nicht auf die Beine und im Inland geraten die heimischen Marken durch die Modellausweitung der internationalen Hersteller erheblich unter Druck. Vor allem die Japaner drücken hier mächtig aufs Gaspedal.

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Frank Volk / Quelle: IHS Automotive