Forum 2013 Hubert Waltl

Hubert Waltl: "Ein wichtiger Punkt mit Blick auf Nachhaltigkeit sei soziales Engagement." - Bild: Tobias Bugala

Was Volkswagen mit seinen mittlerweile 100 Produktionsstandorten und mehr als 550.000 Mitarbeitern weltweit unter Nachhaltigkeit versteht, erläuterte Vorstand Waltl dem Publikum in Ludwigsburg. Bis 2018 wolle man ökonomisch wie ökologisch an der Spitze der Automobilindustrie stehen, laute die Vorgabe von Prof. Dr. Martin Winterkorn. Auf die Produktion übertragen spreche man von so genannten Kernhandlungsfeldern, zu denen etwa Top Qualität und Kundenzufriedenheit, 6,6 Millionen Fahrzeuge, 21 Prozent Kapitalrendite und ein Top Arbeitgeber zu sein zählen.

Nachhaltigkeitsmeister VW

Waltl erläutert die so genannte “Think Blue”-Strategie. Auf Produktseite zählen dazu Einsparungen bei den Themen Wasser und Elektrizität. In den einzelnen Produktionsabschnitten setze man dazu auf so genannte “Think Blue.Factory”-Botschafter, mit deren Hilfe die Nachhaltigkeitsüberlegungen umgesetzt werden. Zudem setze man bei den Herstellungsprozessen auf Mehrteiligkeit. Dahinter stehen etwa im Presswerk 13 Kilogramm weniger Verschnitt beim aktuellen Golf VII. Im Karosseriebau setzt Volkswagen auf Schwerkraftförderer, beim Schweißen auf kleinere Laserzellen.

Ein wichtiger Punkt mit Blick auf Nachhaltigkeit sei soziales Engagement, betont Waltl. So habe man etwa in Südafrika ein Freizeitcenter am Standort Uitenhage eingerichtet. An allen Standorten qualifiziere man den Nachwuchs nach deutschem dualem System.

Götz Fuchslocher