Produktion des Opel Insignia in Rüsselsheim

Produktion des Insignia in Rüsselsheim: Angesichts der Sorgen um die Zukunft des eigenen Unternehmens treten die eigentlichen Tarifforderungen der IG Metall in den Hintergrund. Bild: Opel

Das Sanierungsprogramm "Pace" (Tempo) müsse eigentlich "Peace" (Frieden) heißen, sagte Hofmann am Mittwoch (17. Januar) vor rund 6000 Demonstranten am Stammwerk in Rüsselsheim. Die IG Metall sei zum Kampf bereit, wenn auf die Arbeitsplätze bei Opel zugegriffen werden solle. Noch arbeiten rund 38.000 Menschen für das Unternehmen, rund die Hälfte davon an den deutschen Standorten Rüsselsheim, Kaiserslautern und Eisenach.

Der französische PSA-Konzern hatte den deutschen Autobauer im August vom US-Hersteller General Motors übernommen und einen harten Sanierungskurs angekündigt. Seit Jahresbeginn arbeiten Tausende Opelaner kurz. Nach den Worten des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Wolfgang Schäfer-Klug verschafft das Luft für "bretterharte" Detailverhandlungen zur Umstrukturierung der einzelnen Abteilungen, die am Montag begonnen hätten. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel versicherten den Beschäftigten ihre Unterstützung im Kampf um die Arbeitsplätze.

Wegen der Sorgen um die Zukunft des eigenen Unternehmens traten die eigentlichen Tarifforderungen der IG Metall nach sechs Prozent mehr Geld und individuellen Teilzeitprogrammen mit teilweisem Lohnausgleich in den Hintergrund.