Montage bei Webasto in Regensburg

Montage bei Webasto in Regensburg: Mit dem Geschäftsfeld Schiebe- und Panoramadächer erwirtschaftet der Automobilzulieferer mehr als zwei Drittel seines Umsatzes. Bild: Webasto

Bereinigt um Wechselkurseffekte lag das Umsatzwachstum bei 4 Prozent. Der Umsatz verteilt sich auf die Geschäftsfelder Sunroofs & Components (Schiebe- und Panoramadächer) mit einem Umsatzanteil von 69 Prozent, Thermo & Comfort (Heiz- und Klimasysteme) mit 20 Prozent und Convertibles (Cabriodächer) mit 11 Prozent. 2013 verkaufte der größte Unternehmensbereich weltweit erstmals über 10 Millionen Schiebe- und Panoramadächer.

Das Ergebnis betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 126 Millionen Euro (2012: 125 Millionen Euro), was für beide Jahre einer Ergebnisrendite von 5,1 Prozent entspricht. Die Erwartung für 2013 lag bei einem knapp dreistelligen Ergebnis. “Ich bin mit unserem Ergebnis vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung zufrieden”, sagte Holger Engelmann, Vorstandsvorsitzender Webasto SE, in München. “Das Ergebnis verdanken wir vor allem dem Dachgeschäft in Asien.”

Der Thermobereich habe das schwache Geschäft in Südeuropa sowie das witterungsbedingt verhaltene Standheizungsgeschäft mit einem Sparkurs nahezu kompensieren können. Im nach wie vor stagnierenden Geschäft mit Cabriodächern lag der Fokus auf Effizienzsteigerungen in Entwicklung und Produktion, so Engelmann. Dazu waren auch Investitionen notwendig: in das neue, weltweit modernste Entwicklungszentrum für Cabriodächer in Hengersberg sowie in die Zusammenlegung von verteilten Standorten in der Slowakei und in den USA. „Unser Ziel ist, als Marktführer für Cabriodächer auch mit kleineren Stückzahlen profitabel zu sein“, erklärte Engelmann.

Insgesamt hat Webasto 2013 155 Millionen investiert, deutlich mehr als im Vorjahr mit 136 Millionen Euro. Mit 45 Millionen Euro war der Ausbau der Kapazitäten für die Produktion von Dachscheiben und Blenden aus Polycarbonat mit Abstand die größte Einzelinvestition in neue Technologien, so das Unternehmen. Im Werk in Schierling bei Regensburg werden inzwischen rund 45.000 Polycarbonat-Teile pro Monat gefertigt. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen bei mit 7,7 Prozent, im Vorjahr waren es 7,2 Prozent gewesen.

Auch für das erste Quartal 2014 zieht Engelmann eine positive Bilanz: Unter erstmaliger Berücksichtigung des neuen Bilanzierungsstandards IFRS 11 und des daran angepassten ersten Quartals 2013 stieg der Umsatz der Gruppe um 5 Prozent. Das Ergebnis des ersten Quartals 2014 lag bei 36 Millionen Euro (20 Millionen Euro im Vorjahresquartal), was einer Ergebnisrendite von 6,3 Prozent entspricht. Die Entwicklung im ersten Quartal beruht vor allem auf dem Wachstum im Unternehmemsbereich für Schiebe- und Panoramadächer in Europa und in China. Für das Gesamtjahr 2014 rechnet Engelmann für die Webasto Gruppe mit einem Umsatzwachstum von 4 Prozent. Der Auftragsbestand liegt aktuell bei 8,8 Milliarden Euro.

Das Unternehmen will auch in China weiter wachsen und bis 2018 einen Umsatz über 1 Milliarde Euro im Reich der Mitte erzielen. Der Umsatz des Konzerns wird mittlerweile zu über 75 Prozent außerhalb von Deutschland erwirtschaftet, von den 10.517 Mitarbeitern (per Ende Dezember 2013) arbeiten fast 70 Prozent an den internationalen Standorten. Damit liegt das Unternehmen deutlich über dem Branchendurchschnitt. Zum Vergleich: Laut Branchenbericht der Commerzbank (3/2014) erwirtschaften Autozulieferer rund ein Drittel ihres Umsatzes direkt im Ausland.

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Webasto / Andreas Karius