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Die milliardenschweren Forderungen von Hedgefonds an die Porsche Holding beschäftigen künftig deutsche Gerichte. - Bild: dpa

Im aktuellen Fall wollen 25 Kläger eine Summe von 1,36 Milliarden Euro erstreiten. Das teilte ein Sprecher des Landgerichts Stuttgart mit.

Forderung über 1,36 Milliarden Euro Schadenersatz

Die Klage sei Mitte vergangener Woche eingereicht worden, sagte der Sprecher des Gerichts. Weiter wollte er sich dazu nicht äußern. Ein Sprecher der Porsche Holding sagte dazu: “Die Klage wurde uns noch nicht zugestellt. Daher können wir dazu inhaltlich noch nichts sagen.”

Sehr wahrscheinlich handelt es sich dabei um eine Gruppe von US-Fonds, deren Klage in den USA zuvor abgewiesen worden war. Dort hatten sie auf eine Summe von 1,4 Milliarden US-Dollar geklagt. Anfang Januar hatten die Kläger und die Porsche Holding eine Vereinbarung geschlossen.

Demnach verzichtete die Porsche Holding auf Einreden der Verjährung, sofern die Kläger ihre Ansprüche innerhalb von 90 Tagen an einem deutschen Gericht einreichten. Diese Frist war Anfang Mai abgelaufen.

Insgesamt sind die rechtlichen Risiken für die Porsche Holding allerdings weitaus geringer als noch vor einem Jahr. Der Grund: Ein Großteil der Klagen in den USA ist mittlerweile abgewiesen, da sich die US-Gerichte nicht zuständig sahen.

Die Klagen galten zuvor wegen der in den USA oft hohen zugesprochenen Schadensersatzsummen als großer Unsicherheitsfaktor. Derzeit verbleiben in den USA nur noch acht Fondsgesellschaften, die weiter an ihrer Berufung festhalten.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke