Neuwagen breit

Pkw-Absatzzahlen der ersten drei Quartale 2013 im Vergleich zum Vorjahr. - Bild: Center of Automotive Zum Vergößern klicken!

Die 16 weltweit aktiven Konzerne werden nach der Prognose in diesem Jahr etwa 71 Millionen Fahrzeuge absetzen, rund 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Center of Automotive Management (CAM) am Dienstag in Bergisch Gladbach mit. Für das kommende Jahr geht das CAM von einem leicht verlangsamten Absatzplus von rund drei Prozent auf 73 Millionen aus.

Enger Kampf an der Weltspitze

Die Untersuchung auf Basis der Zahlen der ersten drei Quartale 2013 zeigt auch: Der Dreikampf an der Absatzspitze war noch nie so eng wie 2013. Vor dem letzten Quartal liege Toyota nur hauchdünn vor der Opel-Mutter General Motors und dem Volkswagen Konzern.

Stefan Bratzel

Stefan Bratzel: "Die Polarisierung der Automobilhersteller in High- und Low-Performer schreitet weiter voran." - Bild: Center of Automotive

Nach der Prognose dürfte Toyota das Kopf-an-Kopf-Rennen im Gesamtjahr mit 9,75 Millionern Autos nur ganz knapp vor GM mit 9,70 Millionen Einheiten für sich entscheiden. Volkswagen bleibt demnach mit rund 9,6 Millionen Autos auf Rang drei – wegen der Marktschwäche in Europa und seinen Absatzproblemen in den USA. 2014 könnten die drei Branchen-Riesen allesamt erstmals die Absatzschwelle von zehn Millionen verkauften Autos überschreiten. Volkswagen hätte damit eines seiner für 2018 gesteckten Ziele bereits vier Jahre früher erreicht.

Mit deutlichem Abstand zu den Top-Drei folgt der Hyundai-Kia-Konzern, der die hohe Dynamik der letzten Jahre jedoch nicht halten kann. Im Vergleich zum Vorjahr können die Koreaner mit 7,3 Prozent moderat zulegen.

Zu den globalen Absatzverlierern gehören erneut der PSA-Konzern mit einem Verlust von acht Prozent, sowie die Allianzpartner Nissan mit einem Minus von 2,3 Prozent und Renault mit einem Rückgang von 0,3 Prozent. Der Fiat-Chrysler Konzern kompensiert die Absatzverluste der Kernmarke Fiat durch die amerikanische Tochter Chrysler.

Drei Viertel des Branchengewinns wird von sieben Autokonzernen erwirtschaftet

Vor dem Hintergrund eines durch China und die USA angefeuerten Branchenwachstums schreitet die Polarisierung der Automobilhersteller in High- und Low-Performer weiter voran. Nur sieben Automobilkonzerne, darunter Volkswagen, BMW und Daimler, erwirtschaften bereits nahezu 75 Prozent des Branchengewinns. “Globale Marktpräsenz, Produktbreite und hohe Technologiekompetenz sind zu wichtigen Erfolgsfaktoren der globalen Automobilhersteller geworden, so CAM-Studienleiter Stefan Bratzel.

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dpa/CAM/Guido Kruschke