Opel, Bochum, Werk, Luftbild

Luftbild des Opel-Werks in Bochum: Bis spätestens 2016 will Opel die Wende in die Gewinnzone schaffen - zuvor fallen aber noch hohe Kosten für die Werksschließung an. Bild: Opel

Allein für die Kosten rund um den Personalabbau in Bochum müsse der Autohersteller 551,8 Millionen Euro aufbringen. Diesen Betrag habe der Aufsichtsrat der Adam Opel AG schon bei einer Sitzung Ende März per offiziellen Beschluss abgesegnet, so das blatt. Das wären für jeden wegfallenden Arbeitsplatz 160.000 Euro. Ein Konzernsprecher wollte die Interna aus dem Kontrollgremium auf Anfrage der FAZ nicht kommentieren.

Das Geld wird neben Abfindungen ? die pro Person im Durchschnitt bei etwa 110.000 Euro liegen ? auch für die Finanzierung einer Transfergesellschaft und für Vorruhestandsregelungen eingesetzt. Insgesamt geht es um 3300 Arbeitsplätze, die nach dem Aus für die Autoproduktion in Bochum Ende 2014 wegfallen.

Hinzu kommen noch Kosten für die Verlagerung der Produktion des bisher in Bochum produzierten Zafira an den Opel-Stammsitz in Rüsselsheim. Außerdem fallen noch Ausgaben für die Sanierung des Grundstücks in Bochum samt Altlastensanierung an. Allein die Verlagerung des Zafira nach Rüsselsheim kostet nach Informationen der FAZ aus dem Umfeld der Opel-Werksleitung in Bochum rund 50 Millionen Euro. Dabei wird das Nachfolgemodell schon zwei Jahre später Rüsselsheim ohnehin wieder verlassen und vom französischen Opel-Partner Peugeot gebaut werden. Die Franzosen lasten damit ihr Stammwerk in Sochaux aus.

Alle Beiträge zum Stichwort Opel

FAZ / Andreas Karius