Aufnahme des Volkswagen-Werks Salzgitter

Um den steigenden Zellbedarf des Konzerns zu decken, plant Volkswagen in Europa den Aufbau von sechs Gigafabriken. 2025 soll die Zellfertigung in Salzgitter (Bild) starten. (Bild: Volkswagen)

Zu den Aktivitäten zählen Volkswagen zufolge die Rohstoffverarbeitung, die Entwicklung der Volkswagen-Einheitszelle bis hin zur Steuerung der europäischen Gigafabriken. Auch neue Geschäftsmodelle rund um die Weiterverwendung ausgedienter Fahrzeugbatterien bis zum Recycling der wertvollen Rohstoffe werden demnach zum Aufgabenbereich gehören. Dafür stoßen neue Experten zu den Wolfsburgern: mit Soonho Ahn kommt ein Zell-Spezialist von Apple zu Volkswagen, der Finanzexperte Kai Alexander Müller wird die neue Tochter ebenfalls unterstützen.

Damit schaffe man effiziente und zukunftsfähige Strukturen für das schnell wachsende Batteriegeschäft heißt es bei Volkswagen. Man wolle alle erfolgskritischen Etappen der Batterie-Wertschöpfung besetzen, sagt Thomas Schmall, Konzernvorstand Technik der Volkswagen AG und CEO der Volkswagen Group Components und damit zuständig für die Felder Batterie, Laden und Energie sowie die In-House-Produktion von Komponenten. Dazu bündele man die Power in Salzgitter, um Innovationen voranzutreiben und für die neue Gesellschaft perspektivisch die besten Partner zu gewinnen.

Volkswagen plant sechs Gigafabriken in Europa

Volkswagen strebt bei der Elektromobilität eine Führungsrolle an und kündigt für die kommenden fünf Jahren Investitionen in Höhe von rund 52 Milliarden Euro in die Entwicklung und Produktion von neuen E-Fahrzeugen an. Zur sogenannten New Auto Strategie zählen auch der Aufbau der neuen Geschäftsfelder Batterie, Laden und Energie. Alleine zur Deckung des Zellbedarfs des Konzerns stehen bei Volkswagen sechs Gigafabriken auf der Agenda. 2025 soll die Zellfertigung in Salzgitter starten, wo man Einheitszellen für das Volumensegment bauen wird. Perspektivisch sollen in Salzgitter mehr als 2.500 Menschen beschäftigen werden, vornehmlich Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus dem dortigen Motorenwerk. Gesamt sind bis zum Hochlauf der Serienproduktion rund zwei Milliarden Euro für Bau und Betrieb der Gigafabrik Salzgitter vorgesehen.

Mit der Bündelung von Entwicklung, Planung und Produktionsteuerung wird der niedersächsische Standort Salzgitter zum Batteriezentrum für den Volkswagen Konzern. Als weitere Standorte für die geplanten Gigafabriken Nummer drei und vier sind derzeit Spanien und Osteuropa im Gespräch. Die genauen Standorte will der Konzern in der ersten Jahreshälfte 2022 festlegen, bis 2030 sollen zwei weitere Zellfabriken hinzukommen.

Parallel zum Aufbau dieser fünf Gigafabriken durch die neu gegründete Europäische Aktiengesellschaft verantwortet das schwedische Start-up Northvolt den Aufbau der zweiten Fabrik im nordschwedischen Skellefteå. Der deutsche Automobilkonzern ist an Northvolt mit rund 20 Prozent beteiligt. Am schwedischen Standort sollen ab 2023 Batteriezellen für das Premium-Segment produzieren werden. Mit Blick auf die Industrialisierung der Batterie-Technologie gab Volkswagen erst kürzlich strategische Partnerschaften mit Umicore und 24M sowie ein langfristiges Lieferabkommen mit Vulcan Energy Resources bekannt.

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