Ferdinand Piech

Der Widerstand gegen die VW-Pläne bei MAN wächst. Ferdinand Piëch muß mit Gegenwind rechnen. - Bild: dpa

Der Plan, fünf VW-Vertreter in den MAN-Aufsichtsrat zu entsenden, wird laut einem Zeitungsbericht vom US-Dienstleister Institutional Shareholder Services (ISS) abgelehnt. ISS empfehle seinen hauptsächlich angelsächsischen Kunden, gegen die Wahl der VW-Vertreter zu stimmen, schreibt die “Financial Times Deutschland” in ihrer Donnerstagsausgabe. Das ISS-Votum sei für viele angelsächsische Investoren richtungsweisend, hieß es weiter.

Nach Meinung von ISS fehle es den VW-Managern “signifikant” an Unabhängigkeit. Zudem stoße sich ISS daran, dass der Vorschlag den deutschen Kodex für gute Unternehmensführung (Corporate Governance) verletze, schreibt die Zeitung. Auch der deutsche Aktionärsdienstleister Ivox, der für 14 Kapitalgesellschaften arbeite, sehe die Übermacht der VW-Vertreter kritisch.

Die Kandidatenliste sieht vor, dass künftig fünf der acht Vertreter der Anteilseigner aus den Reihen des VW-Konzerns stammen sollen. Die neuen Vertreter VW-Chef Martin Winterkorn, sein Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch und der VW-Nutzfahrzeugvorstand Jochem Heizmann sind aber auch im Kontrollgremium der schwedischen VW-Tochter Scania vertreten. VW hat ein Pflichtangebot für MAN vorgelegt und will den Münchner Dax-Konzern unter dem VW-Dach enger mit Scania zusammenbinden.

dpa-AFX/Guido Kruschke