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Martin Winterkorn kommt vor den Untersuchunsausschuss des Bundestages: Dort geht es um die Rolle der Bundesregierung sowie mögliche Interessenverquickungen mit der Autolobby im Umgang mit auffälligen Abgaswerten. Bild: Volkswagen

Es ist der erste größere öffentliche Auftritt des Managers seit dessen Rücktritt Ende September 2015. In welchem Umfang sich Winterkorn vor den Parlamentariern äußert, war nach Auskunft seines Anwalts unklar.

Der Ausschuss soll vor allem die Rolle der Bundesregierung sowie mögliche Interessenverquickungen mit der Autolobby im Umgang mit auffälligen Abgaswerten untersuchen. Die konkrete Verantwortung von VW-Mitarbeitern im Diesel-Skandal in Deutschland prüft dagegen die Staatsanwaltschaft Braunschweig. Dort laufen Verfahren gegen 31 Beschuldigte - darunter eines gegen Winterkorn wegen des Verdachts der Marktmanipulation und einer möglicherweise zu späten Information der Finanzwelt nach dem Bekanntwerden des Skandals.

Zudem gibt es umfangreiche Ermittlungen in den USA, wo die Abgaskrise ihren Ausgang nahm. Dort sitzt ein VW-Manager inzwischen auch in Haft, ihm werden Betrug und Vertuschung gefälschter Abgaswerte gegenüber den US-Behörden vorgeworfen. Als weitere Zeugen hat der Berliner Ausschuss den Präsidenten des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, sowie Vertreter von Audi und Opel geladen.