Martin Winterkorn breit

Martin Winterkorn: Zu viele Cabrios, zu wenige SUVs sieht VW-Chef Martin Winterkorn in der Modellpalette des Konzerns. Bild: VW

Gerade vor dem Hintergrund der schwachen Absatzzahlen in den USA will Winterkorn der Zeitschrift auto motor und sport zufolge die Modellpalette überdenken und plant zudem kürzere Modellzyklen. “Wir haben zwölf Cabrios, aber zu wenige SUV”, sagte Winterkorn der Zeitschrift.

Künftig werde nicht mehr jedes Modell automatisch einen Nachfolger bekommen, so Winterkorn. Auf dem Genfer Automobilsalon hatte der Konzernchef schon angedeutet, dass der Sharan keinen Nachfolger mehr bekommen soll. Gleichzeitig plädiert Winterkorn dafür, Modelle rascher zu überarbeiten und optische Änderungen in kürzeren Intervallen anbieten. Auch die Produktzyklen sollen kürzer werden, um schneller auf veränderte Kundenwünsche reagieren zu können.

Zugleich will Winterkorn den VW-Vertrieb für neue Aktionsformen und beispielsweise stärker für das Internet öffnen, wie das schon BMW, Daimler und Audi mit Showrooms in den Zentren von Großstädten getan haben. Denkbar sind der Zeitschrift zufolge beispielsweise temporäre Showrooms und Verkaufsaktionen. Auch das Internet solle eine größere Rolle spielen, weil die Produktpalette der Konzernmarken inzwischen so groß sei, dass sie sich nicht mehr im Handel präsentieren lasse. Schon die Premiumtochter Audi hat aktuell 50 Modelle und wird auf 60 Modelle erweitert. Diese Vielfalt könne kein Händler mehr in seinen Verkaufsräumen präsentieren.

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auto motor sport / ks