VW Absatz EU

Polieren hilft da wenig: Unter den deutschen Autobauern verzeichnete der VW-Konzern mit einem Minus von 48 % im September besonders starke Einbußen. Bei der Marke Volkswagen war der Rückgang dabei konzernintern überdurchschnittlich stark. Bild: VW

Der europäische Automarkt hat im September vor dem Hintergrund der neuen EU-Abgasregeln einen herben Dämpfer erlitten. Die Zahl der Zulassungen in den EU-Ländern sei im September im Jahresvergleich um 23,5 % auf 1,09 Millionen Autos eingebrochen, teilte der Branchenverband Acea am Mittwoch (17. Oktober 2018) in Brüssel mit. In den ersten neun Monaten des Jahres nahmen die Neuzulassungen dank kräftiger Zuwächse in den Vormonaten hingegen um 2,5 % auf 11,95 Millionen zu. In Europa gilt das neue Abgas- und Prüfverfahren WLTP seit dem 1. September.

Besonders stark ging die Nachfrage im September in einigen osteuropäischen Ländern wie etwa Rumänien zurück. Aber auch in großen Märkten wie Spanien und Frankreich sank sie klar zweistellig. In Deutschland lag der Rückgang mit 30,5 % über dem Durchschnitt. Unter den deutschen Autobauern verzeichnete der VW-Konzern mit einem Minus von 48 % besonders starke Einbußen. Bei der Marke Volkswagen war der Rückgang dabei konzernintern überdurchschnittlich stark. Bei der Marke Porsche sackte die Zahl der Zulassungen gar um mehr als zwei Drittel ab.

BMW büßte dagegen mit einem Minus von konzernweit 8,6 % nur vergleichsweise moderat ein und bei Daimler ging es um 11,8 % bergab. Für den vom französischen Hersteller PSA übernommenen Autobauer Opel wies der Branchenverband zusammen mit Vauxhall ein Minus von 11,2 % aus.