Zetsche kündigte eine Entscheidung bezüglich der Luxuswagenmarke Maybach noch im Jahre 2011 an. “Wir gucken im Moment verschiedene Optionen an und ich gehe mal davon aus, dass wir uns im Laufe des Jahres fest gelegt haben. und dann sagen können, so wollen wir fort fahren“, räumte Zetsche am Rande der Detroit Motor Show in der vergangenen Woche ein. Man schulde den Aktionären, den Kunden und den Händlern eine Antwort, wie es mit Maybach weitergehe. Damit bestätigt Zetsche indirekt, dass Daimler auch in Gesprächen mit Aston Martin ist. Nach einem Bericht der Financial Times Deutschland könnte künftig Aston Martin die Luxustochter Maybach von Daimler fertigen. Die Briten könnten im Gegenzug von Daimlers Motorentechnik profitieren.

Zetsche bestätigte, dass Maybach in den vergangenen zwei Jahren nicht auf der Prioritätenliste des Managements gestanden habe. Man arbeite aber nun an der mittel- und langfristigen Zukunft von Maybach. Zetsche: „Egal wie erfolgreich man in dem Segment ist, es handelt sich immer um eine sehr kleinvolumige Produktion“. Dort seien nicht notwendigerweise die Fähigkeiten und Stärken eines Großserienherstellers gefragt. Es mache durchaus Sinn, sich des Know hows eines Herstellers zu bedienen, der mit solchen Stückzahlen vertraut sei. „Das ist eine Option, die zum Tragen kommen könnte“, bestätigte der Daimler-Chef.

Die Maybach-Verkaufzahlen gehen seit 2007 kontinuierlich zurück: 2007 wurden 400 Fahrzeuge ausgeliefert, 2008 nur noch 300 und im Krisenjahr 2009 war es noch 200 Nobelautos die einen betuchten Käufer fanden. 1.500 Exemplare wollte Daimler anfangs nach der Wiederbelebung der Marke durch den früheren Mercedes-Chef Jürgen Hubbert pro Jahr verkaufen. Schon nach kurzer Zeit korrigierten die Stuttgarter das Absatzziel nach unten – auf 1000 Einheiten pro Jahr.

Aston Martin-Chef Ulrich Bez hatte in der Vergangenheit immer betont, dass er bei der Marke Aston Martin noch Potenzial für Wachstum sehe, bei einer Expansion jedoch auf Partner Wert legen würde, die sich bei Aston mit Motoren und Getriebe einbringen. Aston Martin setzt jährlich 6.000 Fahrzeuge ab.