ZF_BMW_Getriebemontage

Das weiterentwickelte 8-Gang-Automatgetriebe von ZF wird ab 2022 im Werk Saarbrücken gefertigt. ZF erhielt von der BMW AG einen zweistelligen Milliardenauftrag für dieses Produkt. Hier ein Bild aus der Montage: Bild: ZF

| von Frank Volk

Das ist die passende Wohlfühlmeldung zu Bilanzpressekonferenz am heutigen Donnerstag (4. April); ZF Friedrichshafen hat von der BMW AG einen Auftrag in zweistelliger Milliardenhöhe über die Weiterentwicklung des 8-Gang-Automatikgetriebes erhalten. Wesentlicher Grund für den Zuschlag sei, dass ddie weitzerentwickelte Version technisch in alle Elektroantriebe integriert werden könne, heißt es in einer Mitteilung von ZF.  

„Der aktuelle Auftrag ist der größte Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte“, sagt der Vorsitzende des Vorstands von ZF, Wolf-Henning Scheider. „Das ist eine Bestätigung unserer Strategie, bei der Elektrifizierung von Pkw neben dem reinen E-Antrieb auf Plug-in-Hybridantriebe als alltagstaugliche Lösung zu setzen und entsprechend attraktive Produkte zu entwickeln.“

Das neue 8-Gang-Automatgetriebe für Längseinbau lasse sich in nahezu allen entsprechenden Fahrzeugklassen einbauen. Eine technische Neuerung des weiterentwickelten Getriebes ist die optimale Integration des Elektroantriebes. „Wir haben das 8-Gang-Automatgetriebe konsequent auf die künftigen Anforderungen der E-Mobilität hin optimiert“, erläutert Michael Hankel, im ZF-Vorstand unter anderem verantwortlich für Pkw-Antriebstechnik und Elektromobilität. „Dank der modularen Bauweise mit unterschiedlichen Anfahrelementen ist die neue Getriebegeneration in allen Pkw-Anwendungen einsetzbar – in den konventionellen wie auch den elektrifizierten.“

„Basis für die Auftragserteilung war, dass der Kunde unsere Technologie als zukunftsfähige Antriebslösung für seine Fahrzeuge sieht und wir ihn beim Erreichen seiner CO2-Ziele unterstützen“, sagt Hankel. „Zudem lässt die leichte Wechselmöglichkeit von einer Getriebevariante zur anderen unseren Kunden höchst flexibel auf die jeweilige Marktnachfrage reagieren. Zusammen mit den deutlichen CO2-Einsparpotenzialen sorgt diese hohe Austauschflexibilität für starkes Interesse an unserem Getriebe – mit weiteren Kunden sind wir in vielversprechendem Kontakt.“

„Der Auftrag unterstreicht auch die Bedeutung unseres weltweiten Produktionsverbunds“, ergänzt Hankel. „Wir werden die neue Getriebegeneration nach ihrem Produktionsstart im Jahr 2022 in Saarbrücken auch an unserem US-amerikanischen Standort Gray Court sowie dem chinesischen ZF-Produktionsstandort Schanghai für weitere Kunden lokalisieren.“

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