Die Aussichten auf einen Erfolg der Kandidatur von Willi Berchtold als Aufsichtsratsmitglied und späterer Vorsitzender des Gremiums der Infineon Technologies AG scheinen zu steigen. Aus diesem Grund scheint Berchtold nach einem Bericht der FAZ selbst den Rücktritt als Finanzvorstand des Autozulieferers ZF Friedrichshafen zu erwägen, um sich der Aufgabe als Aufsichtsratschef des Münchener Halbleiterherstellers widmen zu können. Berchtold kündigte zusammen mit ZF an, dass er im Falle seiner Wahl in den Aufsichtsrat sein Amt als Finanzvorstand niederlegen werde. Aufgrund der Komplexität der Aufgabe für ihn würde eine deutlich erhöhte zeitliche und inhaltliche Beanspruchung entstehen, hieß es. Der Aufsichtsrat von ZF habe deshalb dem Wunsch von Berchtold entsprochen, die bei ZF geltende Möglichkeit des Ausscheidens mit Erreichen des 60. Lebensjahres in Anspruch zu nehmen. Berchtold wird in Kürze 60 Jahre alt.

Berchtold tritt gegen Klaus Wucherer an, der seit 1999 im Gremium ist. Berchtold wurde vom britischen Pensionsfonds Hermes in einem Gegenantrag für die Hauptversammlung am 11. Februar als Kandidat aufgestellt. Die Entscheidung von Berchtold kann als Indiz dafür gewertet werden, wie die Gruppe der Befürworter für Berchtold weiter wächst.