Stefan Sommer ZF

ZF-Chef Sommer: Neues Prüfzentrum sichert Arbeitsplätze am Stammsitz Friedrichshafen. - Bild: ZF

Mit der Maßnahme, so ZF-Chef Stefan Sommer, werden Arbeitsplätze am deutschen Stammsitz gesichert. Durch den Neubau entsprechender Prüfeinrichtungenie soll die beengte räumliche Situation im FEZ entzerrt werden. Die schwierige Raumsituation im FEZ – derzeit arbeiten hier rund 1.700 Mitarbeiter – werde sich auch durch den Umzug von Zentralbereichen des Konzerns in die neue Hauptverwaltung im ZF Forum nur bedingt entspannen. „Dadurch gewinnen wir zwar Büroräume“, betont Sommer, „aber keine Flächen für Labore und Prüfstände.“ Die bestehenden Gebäude ließen Umbauten aufgrund ihrer Konstruktionsweise nur bedingt zu.

Zudem wolle der Konzern Entwicklungsabteilungen, die heute auf mehrere angemietete Büroräume in Friedrichshafen verteilt sind, im FEZ zusammenziehen und so den Standort wieder seinem ursprünglichen Zweck zuführen. „Aus diesen Gründen haben wir uns für einen Neubau entschieden, um unseren Ingenieuren auch in Zukunft optimale Bedingungen für eine unkomplizierte, enge und ertragreiche Zusammenarbeit zu bieten“, erläutert der auch für Forschung und Entwicklung zuständige Konzernvorstand Sommer.

In dem Neubau sollen Prüfstände und Werkstätten untergebracht werden. Vorgesehen ist ein modularer Innenausbau, so dass die Gebäudenutzung variabel an die Erfordernisse der Forschung und Entwicklung angepasst werden kann. „Diese Konzeption erlaubt uns, auf neue Entwicklungen in der Mess- und Prüftechnik für Fahrzeugteile rasch zu reagieren“, sagt Harald Naunheimer, Leiter der konzernweiten Forschung und Entwicklung bei ZF. Gerade im Hinblick auf die zunehmende Zahl an alternativen Antrieben sei es unerlässlich, hier technisch auf der Höhe der Zeit zu sein und den Kunden modernste Lösungen anzubieten.

In den nächsten Wochen wird ZF gemeinsam mit den städtischen Behörden die für das Einreichen des Baugesuchs notwendigen Schritte erörtern. Dann werden auch weitere Details des Gebäudeplans feststehen. „Zwei Aspekte sind uns bei dem Neubau besonders wichtig: eine hohe Energieeffizienz und die Einhaltung der Emissionsvorgaben“, betont ZF-Chef Sommer. Auch wenn der Konzern perspektivisch seine Umsatzanteile in den Wachstumsmärkten Nordamerika und Asien-Pazifik weiter steigere und auch dort die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unter dem Stichwort des „Design to market“ intensiviere, sichere die geplante Investition im FEZ langfristig Arbeitsplätze am Bodensee. Angaben zur Höhe der Investition machte ZF nicht.

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ZF/Frank Volk