Alle Hürden genommen, nun beginnt die Integration: ZF-Chef Stefan Sommer (rechts), TRW-Boss John C.

Alle Hürden genommen, nun beginnt die Integration: ZF-Chef Stefan Sommer (rechts), TRW-Boss John C. Plant Bild: ZF Friedrichshafen

Die Übernahme von TRW durch ZF Friedrichshafen ist perfekt. Das US-Unternehmen wird als neue Division “Aktive & Passive Sicherheitstechnik? in den ZF-Konzern eingegliedert. Die Friedrichshafener sind nun Nr. 3 unter den weltgrößten Zulieferern.

Bis spätestens Mitte des Jahres wollte ZF-Chef Sommer alle kartellrechtlichen Hürden genommen haben, nun hat es sogar noch leicht vor der Zeit geklappt. “Mit dem heutigen Tag bringen wir die Stärken von ZF und TRW zu einem weltweit führenden Systemanbieter im Automobilsektor zusammen”, sagt Sommer. Und: “Wir freuen uns alle sehr auf unsere Pläne für die Zukunft. Der Zusammenschluss erlaubt es uns, strategische Chancen besser zu nutzen und sowohl kurz- als auch langfristig dauerhaften Mehrwert für unsere Kunden und Mitarbeiter zu schaffen.”

Als ein “Kraftpaket in den Bereichen automobile Technologie, Fahrerassistenz- und Insassenschutzsysteme, Antriebsstrang und Getriebe sowie Brems- und Lenksysteme”, bezeichnete John C. Plant, Präsident und CEO von TRW den neuen Konzern. Durch die Übernahme steigen die Friedrichshafener im Ranking der weltweit größten Zulieferer zur Nummer 3 auf.

ZF hatte am 15. September 2014 mit TRW eine bindende Vereinbarung zur Übernahme unterzeichnet. Dieser Vertrag unterlag einer Reihe von Vollzugsbedingungen, die nun alle erfüllt sind, einschließlich der Zustimmung der Aktionäre des US-Zulieferers und kartellrechtlicher Genehmigungen in verschiedenen Ländern und Regionen, darunter in den USA, China und der EU.

Mit dem Closing beginnt die Integration von TRW, die für drei bis fünf Jahre angesetzt ist. Der Prozess wird in den Bereichen Entwicklung neuer Produkte, Materialwirtschaft, Vertrieb und Aftermarket beginnen. “Wir wollen das Beste aus beiden Welten zusammenführen?, sagt Sommer.

“Das vereinte Unternehmen zählt mit einem Pro-forma-Gesamtumsatz von mehr als 30 Milliarden Euro und über 130.000 Mitarbeitern zu den Top Drei der weltweit führenden Automobilzulieferer”, so Sommer weiter. “Im Verbund mit TRW wird ZF noch besser positioniert sein, um von großen Branchentrends zu profitieren, indem es auf die Stärken beider Unternehmen baut, sich weiterhin auf aktuelle und zukünftige geschäftliche Anforderungen konzentriert und den Übergang mit einem Fokus auf Wertschöpfung gestaltet.?

Plant, der die Übergangsphase bei der TRW-Integration aktiv begleiten wird, ergänzt: “Diese Transaktion bietet erhebliche Vorteile für unsere Anteilseigner, Mitarbeiter, Kunden und die Öffentlichkeit an unseren Standorten. Sie alle werden davon profitieren, Teil einer großen, noch stärker diversifizierten globalen Organisation zu sein, die daran arbeitet, Lösungen für die Mobilität und Sicherheit der nächsten Generation zu entwickeln.”

Gemäß den Bestimmungen des Fusionsvertrags ist TRW mit Vollzug der Übernahme eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von ZF geworden. Jede ausstehende Aktie des TRW-Stammkapitals wurde in das Recht umgewandelt, einen Betrag in Höhe von 105,60 US-Dollar in bar zu erhalten. Infolge des Abschlusses der Übernahme wurde der Handel mit TRW-Aktien an der New York Stock Exchange heute (Freitag, 15. Mai) vor Marktöffnung eingestellt; die Aktie wird von der Börse genommen.

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fv