Stefan Sommer breit

Kein Grund allzu kritisch zu gucken: ZF-Chef Stefan Sommer kann mit den Zahlen zufrieden sein. Bild: ZF

Wie ZF-Chef Stefan Sommer bei der Vorlage der Zahlen am Dienstag (10. März) in Stuttgart sagte, bilde das Ergebnis des Jahres 2014 eine “gute Basis” für die anstehende Übernahme von TRW, die bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein soll. Dabei ist die Formulierung “gut” reines Understatement. Tatsächlich haben die Friedrichshafener in einem durchaus schwierigen Marktumfeld ein glänzendes Ergebnis erzielt: der Umsatz von 18,4 Milliarden Euro (2013: 16,8 Mrd) liegt über den Erwartungen der Marktexperten. Überproportional um 36 Prozent legte der Gewinn vor Zinsen und Steuern auf 1,1 Milliarden Euro.

Von der Produktseite war das 8-Gang-Automatikgetriebe der große Wachstumstreiber, bei den Märkten kam der größte Zuwachs aus Nordamerika (Umsatz: 3,7 Mrd Euro) und Asien-Pazifik (3,6 Mrd Euro). In Europa, wo ZF 56 Prozent seines Umsatzes erzielt, wuchsen die Erlöse um 5 Prozent auf 10,3 Milliarden. Im vergangenen Jahr hat ZF 3.200 neue Stellen geschaffen und beschäftigt weltweit 71.402 Mitarbeiter. Davon 41.188 in Deutschland.

Mit dem starken Ergebnis im Rücken will Sommer nun die Integration von TRW Automotive angehen. Von der finanziellen Seite steht dem nichts im Wege: “Wir sind vor der Übernahme weiter nettoschuldenfrei und verfügen über eine komfortable Eigenkapitalquote”.

Sommer rechnet damit, dass noch im ersten Halbjahr alle kartellrechtlichen Genehmigungen zur Übernahme vorliegen. Die Integration von TRW soll dann in vier Phasen innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre erfolgen. Priorität habe zunächst die Bereiche Vertrieb, Aftermarkt und Einkauf.

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Aus Stuttgart berichtet Frank Volk