ZF Friedrichshafen Hauptsitz

Der Zukauf von TRW hat ZF auch im ersten Halbjahr 2016 weiter Auftrieb gegeben. Bild: ZF

In der neuen Division hat ZF alle Aktivitäten zur Elektromobilität für die Automobilbranche gebündelt. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass der Markt für hybride oder rein elektrische Fahrzeuge bis 2025 um den Faktor sieben bis zehn wachsen soll. "Von diesem Wachstum werden wir mit unserer einzigartigen Systemkompetenz bei der Integration von Fahrwerk, Antriebsstrang und Elektronik profitieren und den Markt mitgestalten", sagte der ZF-Vorstandsvorsitzende Stefan Sommer.

Insgesamt konnte der Automobilzulieferer in den ersten sechs Monaten des Jahres bei der Profitabilität zulegen. Bereinigt um Sondereffekte aus der TRW-Übernahme steigerte der Automobilzulieferer die operative Marge (EBIT) auf 6,3 Prozent, was einem Zuwachs von 1,8 Prozentpunkten entsprach, wie ZF am Donnerstag (4. August) mitteilte.

 

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern und den Sondereffekt aus Kaufpreisallokationen aus der TRW-Übernahme betrug in den ersten sechs Monaten 1,1 Milliarden Euro. ZF nannte in der Mitteilung weder einen Vorjahreswert noch die Höhe des Sondereffekts. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wuchs nach Angaben von ZF auf 1,9 Milliarden Euro, was einer Marge von 10,7 Prozent entsprach. Als Gründe für die Verbesserung der Profitabilität nennt ZF eine bessere operative Leistung sowie Synergien mit TRW.

"Unsere verbesserte operative Performance und realisierte Synergien im Rahmen der Integration von ZF TRW haben unsere bereinigte EBIT-Marge im ersten Halbjahr deutlich steigen lassen", wird ZF-Finanzvorstand Konstantin Sauer in der Mitteilung zitiert.

Der Umsatz stieg dabei in den ersten sechs Monaten organisch um 5 Prozent auf 17,8 Milliarden Euro. ZF hatte in den US-Zulieferer TRW in einer milliardenschweren Übernahme gekauft. Seit Mai 2015 ist das Unternehmen voll konsolidiert. Im vergangenen Jahr setzte ZF 29,2 Milliarden Euro um, ein organisches Wachstum von 5 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 1,6 Milliarden Euro, was einem Anstieg um 498 Millionen Euro und einer EBIT-Marge von 5,5 Prozent entsprach.

"Den Schwung aus dem ersten Halbjahr mit einer deutlich verbesserten Marge wollen wir trotz teilweise herausfordernder Rahmenbedingungen für das gesamte Geschäftsjahr aufrecht erhalten", sagte Sommer. "Gleichzeitig müssen wir vor allem die deutschen Standorte mit einer erhöhten Flexibilität und angepassten Kostenstrukturen wettbewerbsfähiger machen", sagte der Manager weiter.

Fotoshow: Die Top 10 der deutschen Automobilzulieferer

  • Platz 10 unter den deutschen Top 10: Eberspächer. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sich der Zulieferer um zwei  Plätze nach oben arbeiten - von Rang 57 auf 55 im Gesamtranking. Bild: Eberspächer

    Platz 10 unter den deutschen Top 10: Eberspächer. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sich der Zulieferer um zwei Plätze nach oben arbeiten - von Rang 57 auf 55 im Gesamtranking. Bild: Eberspächer

  • Platz 9: Hella. Im Gesamtranking auf Platz 43, ist der Lippstädter Zulieferer von Platz 40 auf Platz 43 leicht abgerutscht. Bild: Hella

    Platz 9: Hella. Im Gesamtranking auf Platz 43, ist der Lippstädter Zulieferer von Platz 40 auf Platz 43 leicht abgerutscht. Bild: Hella

  • Platz 8: Brose. Die Coburger verbesserten sich im Top 100-Ranking von Platz 43 auf Platz 37 in diesem Jahr. Bild: Wikipedia

    Platz 8: Brose. Die Coburger verbesserten sich im Top 100-Ranking von Platz 43 auf Platz 37 in diesem Jahr. Bild: Wikipedia

  • Platz 7: ThyssenKrupp. Die Automobilzulieferer-Sparte des Konzerns belegt im Gesamtranking Platz 24 - gegenüber Rang 21 im Vorjahr. Bild: ThyssenKrupp

    Platz 7: ThyssenKrupp. Die Automobilzulieferer-Sparte des Konzerns belegt im Gesamtranking Platz 24 - gegenüber Rang 21 im Vorjahr. Bild: ThyssenKrupp

  • Platz 6: Schaeffler. Platz 23 im Gesamtranking bedeutet eine Verbesserung der Herzogenauracher um einen Rang gegenüber dem Vorjahr. Bild: Schaeffler

    Platz 6: Schaeffler. Platz 23 im Gesamtranking bedeutet eine Verbesserung der Herzogenauracher um einen Rang gegenüber dem Vorjahr. Bild: Schaeffler

  • Platz 5: BASF. Rang 21 unter den weltweiten Top 100 der Automobilzulieferer für die Ludwigshafener - gegenüber dem 19. Platz im Jahr 2015. Bild: BASF

    Platz 5: BASF. Rang 21 unter den weltweiten Top 100 der Automobilzulieferer für die Ludwigshafener - gegenüber dem 19. Platz im Jahr 2015. Bild: BASF

  • Platz 4: Mahle. Gesamtrang 18 bedeutet für die Stuttgarter eine Verbesserung um zwei Plätze zum Vorjahr. Bild: Mahle

    Platz 4: Mahle. Gesamtrang 18 bedeutet für die Stuttgarter eine Verbesserung um zwei Plätze zum Vorjahr. Bild: Mahle

  • Platz 3: ZF. Gesamtrang 6 unter den Top 100 -  gegenüber 2015 hat sich an der Platzierung nichts geändert. Bild: ZF

    Platz 3: ZF. Gesamtrang 6 unter den Top 100 - gegenüber 2015 hat sich an der Platzierung nichts geändert. Bild: ZF

  • Platz 2: Continental. Die Hannoveraner belegen wie im Vorjahr auch im Gesamtranking den zweiten Platz unter den weltweit größten Automobilzulieferern. Bild: Continental

    Platz 2: Continental. Die Hannoveraner belegen wie im Vorjahr auch im Gesamtranking den zweiten Platz unter den weltweit größten Automobilzulieferern. Bild: Continental

  • Platz 1 sowohl unter den deutschen Zulieferern wie auch global: Bosch - auch hier hat der Platzhirsch seine Position zum Vorjahr gehalten. Bild: Bosch

    Platz 1 sowohl unter den deutschen Zulieferern wie auch global: Bosch - auch hier hat der Platzhirsch seine Position zum Vorjahr gehalten. Bild: Bosch