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Zu hohe Kosten bei Volvo Cars: Neue Produkte und höhere Zölle hätten die Profitabilität beeinflusst, sagte Vorstandschef Hakan Samuelsson. Vor allem gab Volvo mehr Geld für Werbung und für den Verkauf von Autos aus. Bild: Volvo

Der schwedische Autobauer Volvo Cars hat im dritten Quartal wegen hoher Kosten für neue Modelle einen herben Gewinneinbruch erlitten. Unter dem Strich sackte der Gewinn trotz deutlich mehr verkaufter Autos um über die Hälfte auf 1,14 Mrd schwedische Kronen (110 Mio Euro) ab, wie das Unternehmen am Freitag (26. Oktober 2018) in Götebörg mitteilte. Neue Produkte und höhere Zölle hätten die Profitabilität beeinflusst, sagte Vorstandschef Hakan Samuelsson. Vor allem gab Volvo mehr Geld für Werbung und für den Verkauf von Autos aus.

Dabei konnte Volvo die Zahl der verkauften Autos um 14 % auf 154.914 steigern und ein Umsatzplus von fast 18 % auf 56,8 Mrd Kronen einfahren. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging jedoch um die Hälfte auf 1,84 Mrd Euro zurück, die operative Marge fiel von 7,6 auf 3,2 %. Neben den höheren Kosten habe hier auch belastet, dass Volvo nicht so viel Geld aus dem Lizenzverkauf wie im Vorjahr eingestrichen hat.

Volvo Cars gehört zum chinesischen Autobauer Geely, dessen Eigentümer Li Shufu im Februar auch mit knapp 10 % bei Daimler eingestiegen ist. Der schwedische Lastwagen- und Baumaschinenhersteller Volvo ist vom Pkw-Hersteller schon seit Jahrzehnten getrennt. Li hält aber auch Anteile an dem Nutfahrzeugkonzern.