Das Opel-Werk in Eisenach ist mit Produktionszusagen im Opel-Sanierungsplan gesichert. - Bild: Opel

Das Opel-Werk in Eisenach ist mit Produktionszusagen im Opel-Sanierungsplan gesichert. - Bild: Opel

Die Regelung, dass auch nach 2015 zwei Modelle von den Montagebändern des Thüringer Werks rollen, sei aus Eisenacher Sicht ein großer Erfolg im Sanierungsprogramm, sagte Lieske im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. “Alles was dazu beiträgt, das Werk auszulasten, ist gut.”

Zwei Modelle nach 2015

Der Kompromiss ist von den Gewerkschaftsmitgliedern der Opel-Standorte Rüsselsheim, Kaiserslautern und Dudenhofen bereits angenommen, im besonders von Kürzungen betroffenen Werk Bochum jedoch durchgefallen. “Wir wollten den Mitarbeitern Zeit lassen, sich zu informieren und alle Punkte zu prüfen”, begründete Lieske den späten Termin in Eisenach. Die Abstimmung zum Tarifvertrag, der das Sanierungsprogramm flankiert, erfolge wie an den anderen Standorten geheim und nur am Dienstag, sagte Lieske. Es gehe darum, dass Tariferhöhungen weiter gestundet und übertarifliche Gehaltsanteile entfallen. Im Gegenzug verlängert die Adam Opel AG den Kündigungsschutz um zwei Jahre bis Ende 2016.

Nach Angaben von Lieske ist innerhalb des Konzerns nun auch die künftige Volumenverteilung zwischen Eisenach und dem Werk im spanischen Saragossa geregelt. “Die Standorte können damit nicht gegeneinander ausgespielt werden.” In beiden Werken wird der Kleinwagen Corsa gebaut, in Eisenach ist seit Jahresbeginn das neue Stadtauto Adam dazugekommen, das nur in Thüringen gefertigt wird. “Die Verhandlungen haben sich gelohnt. Ich bin zufrieden”, sagte Lieske.

Sonderschichten für den neuen Adam

Das Werk in Eisenach ist nach seinen Angaben mit den beiden Modellen derzeit im Zwei-Schicht-Betrieb gut ausgelastet. “Es läuft. Pro Stunde werden 35 Autos gebaut, davon 22 Adam.” Wegen der Nachfrage nach dem neuen Stadtauto würden seit Januar pro Monat zwei Sonderschichten gefahren. “Es sieht so aus, dass sich das im zweiten Quartal so fortsetzt.”

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dpa/Guido Kruschke