| von Bettina Mayer
Audi-Chef Rupert Stadler bei einem UN-Kongress in Genf
Audi-Chef Rupert Stadler bei einem UN-Kongress in Genf. Bild: Audi AG

AUTOMOBIL PRODUKTION: Die Experten sagen, dass die ersten Fahrzeuge mit „100-Prozent Mark Lichte“ ein voller Erfolg werden…
Da kommen Fahrzeuge, die sind richtig gut und ich bin darauf auch richtig stolz, muss ich ehrlich zugeben.  

AUTOMOBIL PRODUKTION: VW wechselte im August drei von seinen fünf Baureihenleitern aus. Funktioniert das Prinzip bei Ihnen zufriedenstellend?
Ich bin sehr zufrieden. Unsere Baureihenleiter machen einen Top-Job gemeinsam mit der TE und den Beschaffungskollegen. Nur so kann die unternehmerische Gesamtverantwortung für ein Produkt auch umgesetzt werden.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Aber das war bei Ihnen bestimmt auch ein riesen Organisationsumbau.
Natürlich. Das war – sage ich jetzt mal – eine der knackigsten Re-Organisationen die wir je angestoßen haben. Und ich bin damit sehr zufrieden. Das heißt nicht, dass man immer wieder auch nachsteuern muss. Es ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, so ist die Welt nicht. Aber ich glaube wir haben Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung klar beschrieben in der Abstimmung mit den Fachbereichen. Ich habe das Gefühl das trägt wirklich Früchte.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Sind die Baureihenleiter für die Produkte, die ab 2018 kommen, schon voll verantwortlich?
Ja, klar. Für den A8, A1, Q3 und alles was noch kommt. Wir hatten die Produkte sofort zugeteilt auf die jeweilige Baugruppe, oder die Baureihe. Unterhalb eines Baureihen-Top-Managers gibt es ja nochmal zwei, drei Unterebenen. Peter Fromm zeichnet beispielsweise verantwortlich für den A8, den A7, den A6 in den Varianten Limousine, Avant und Allroad und treibt zusätzlich noch ein Sonderprojekt voran.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Die Baureihenleiter berichten immer noch an Sie und nicht an den Entwicklungsvorstand?
Ja.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Wie koordinieren Sie das mit Peter Mertens? Ist er dabei, wenn die Baureihenleiter an Sie berichten?
Ich habe mit den Kollegen nicht wöchentlich zu tun, aber mindestens alle zwei Wochen eine eigene Runde. Wenn es um Produktentscheidungen geht, sitzen wir logischerweise zusammen, denn dann sind ja auch alle Vorstandskollegen mit dabei. Wenn Peter Mertens in der TE seine Technikrunden hat, sitzen die Baureihenleiter bei ihm. Wir wollen keine Silos schaffen, mein Ziel war, dass wir integrativ arbeiten. Und das bedeutet Synergien einfahren, schlanker werden, schneller werden und bessere Entscheidungen treffen.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Welchen Schub wird die Baureihenaufstellung Ihrer Rendite bringen?
Wir sind mitten im Laufen. Unser Ziel ist, aus dem, was uns zur Verfügung steht, mehr zu machen als wir es früher vermochten.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Welche konkreten Impulse brachte Peter Mertens von Volvo mit, die Sie übernommen haben?
Dass man aus dem vorhandenem Geld noch mehr Gutes entwickeln kann.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Ein Beispiel dafür?
Günstigere Derivate mit attraktiven Eigenschaften an den richtigen Stellen, dort wo es der Kunde erleben kann.

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