| von Lorenz Winter, Sao Paulo

AUTOMOBIL PRODUKTION: Herr Schiemer, wie beurteilen Sie die Absatzaussichten für dieses Jahr?
Für das neue Werk geben wir vorerst noch keine Ausstoß- und Absatzzahlen bekannt. Dennoch können wir mit einigem Stolz darauf verweisen, dass unser Importgeschäft im Vorjahr trotz des damals schon schwierigen wirtschaftlichen Umfelds sehr gut lief.  Damals verkauften wir 17.525 Einheiten verschiedener Modelle. Das war ein Zuwachs von 47 Prozent und zugleich ein neuer Absatzrekord für die Marke.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Soll das neue Werk eigentlich auch Pkw exportieren?
Im Prinzip wurde das Werk zur Versorgung des Binnenmarkts errichtet. Aber natürlich prüfen wir immer auch alternative Absatzmöglichkeiten.

Philipp Schiemer
hat seinen Posten als Chef von Mercedes-Benz do Brasil und als Daimler-President Lateinamerika im Juni 2013, im bis auf Weiteres letzten guten Jahr des ewigen Hoffnungsmarktes, angetreten. Damals hatten sich die Probleme allerdings bereits angedeutet, weswegen sich der Autobauer wohl auch für den Brasilien erfahrenen Schiemer entschieden hat. Der Manager war schon von 1991 bis 1998 für die Stuttgarter am Zuckerhut im Einsatz.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Lassen Sie uns abschließend nochmals auf das wirtschaftliche Umfeld des Automobilbaus hierzulande zurückkommen. Welche Maßnahmen erwartet das Management von Mercedes-Benz do Brasil am vordringlichsten von der neuen Regierung?
Jede wirtschaftspolitische Initiative, die uns mehr konjunkturelle Stabilität und damit mehr Planungssicherheit verschafft, ist uns willkommen. Denn dadurch wird auch das Vertrauen von Kapitalgebern und Käufern von Wirtschaftsgütern im allgemeinen in die Zukunft des Landes bestärkt.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Herr Schiemer, vielen Dank für das Gespräch!

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