| von Bettina Mayer

AUTOMOBIL PRODUKTION: Assistenzsysteme stehen untrennbar mit dem Thema Bordnetz in Zusammenhang. Ein top ausgestatteter Panamera wird 112 Steuergeräte an Bord haben. Wann ist hier eine natürliche Grenze erreicht? 
Eine natürliche Grenze sehen wir nicht. Wir glauben aber, dass künftig Architekturen sinnvoller sind, die die Funktionen nicht mehr so stark auf Einzelsteuergeräte partitionieren und die verteilt arbeiten. In den Architekturen von morgen werden etwas vereinfachte Strukturen mit wenigen, aber mächtigeren Steuergeräten sinnvoll sein.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Ähnlich dem Vorschlag des Kollegen Ricky Hudi mit zwei so genannten Brains, die sich gegenseitig abgleichen. Also künftig zwei statt 110 Steuergeräte? 
Das ist das andere Extrem. Theoretisch könnte man auch sagen, ein einziger Rechner reicht. Der hat allerdings Nachteile, wenn man an automatisiertes Fahren denkt, weil hier schlicht bestimmte Redundanzen gefordert sind. Insofern ist das stark vereinfachte Modell eines mit mindestens zwei Steuergeräten. Ob wir dann in der praktischen Anwendung von den heute mehr als 100 Steuergeräten tatsächlich in eine Welt kommen werden, in der nur zwei zur Verfügung stehen, wage ich jedoch zu bezweifeln. Aber es zeigt zumindest die beiden Ausprägungen. Nach unserer Überzeugung wird der Weg in eine Richtung weisen mit weniger, aber mächtigeren Steuergeräten. Das birgt auch Vorteile, wenn man über Online-Updates und über neue Funktionen für den Kunden nachdenkt.

Infokasten Michael Steiner

AUTOMOBIL PRODUKTION: Da werden Zulieferer von Steuergeräten aufhorchen. 
Natürlich sprechen wir mit den Zulieferern, wie solche Architekturen von morgen aussehen werden. Es hat auch Auswirkungen auf die einzelnen Funktionen und Steuergeräte, die Zulieferer und Entwickler als Partner in solche Projekte mit einbringen. Aber der Weg wird in Richtung weniger Steuergeräte gehen. 

AUTOMOBIL PRODUKTION: Wie viele ganz neue Kunden werden denn für den Panamera von einer anderen Marke kommen? 
Wir sind uns gewiss, dass der Kundenstamm, den wir heute mit dem Panamera haben, uns treu bleiben wird. Sicherlich ist das Fahrzeug jedoch so attraktiv, dass wir auch zusätzliche Kunden hinzugewinnen werden. Wir blicken daher sehr zuversichtlich nach vorne.

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