Während öffentliche Rastplätze aufgrund der aktuellen Gesetzgebung nicht reservierbar sind und auch keine Videoüberwachung zulassen, konzentriert sich Weers auf private Autohöfe. Denn hier können sie sich von öffentlichen Rastplätzen abheben, „klarer positionieren“, wie Weers sagt. Denn nun werden die Verfügbarkeit der Parkplätze transparent und Stellplätze reservierbar.

Ganz nebenbei treiben sie die digitale Transformation voran, was etwa dazu führt, dass personalisierte Gutscheine für das Restaurant an die Fahrer versendet werden können. „Damit haben die Autohöfe einen klaren und nicht imitierbaren Wettbewerbsvorteil gegenüber den öffentlichen Rasthöfen“, ist Weers überzeugt.

Cloud-basierter Mobilitätsdatenmarkt liefert Infos über öffentliche Parkplätze

Gleichzeitig investiert der Staat im Rahmen der europaweiten ITS-Direktive (Intelligent Transportation System) auch in Technik für die Erfassung der Belegungssituation an den öffentlichen Rasthöfen. Die Real-Time-Informationen zur Parkplatzverfügbarkeit stellt das Verkehrsministerium kostenfrei in einem Cloud-basierten Mobilitätsdatenmarkt (MDM) zur Verfügung. „Für uns ist diese Entwicklung ein Glücksfall“ sagt Weers, der diese Informationen an Disponenten und Fahrer weiterleiten will. Die Nutzer der neuen Buchungsplattform haben dann einerseits Transparenz über Kapazitäten auf öffentlichen Parkplätzen und können im Fall der Fälle darüber hinaus auch einen Platz auf einem Autohof reservieren. „Das staatliche ITS-Programm und Bosch Secure Truck Parking sind damit sich ergänzende Initiativen“, so Weers.

Technik: SAP HANA Cloud Platform als Drehscheibe

Technisch basiert die Lösung auf dem SAP Vehicles Network, einem Marktplatz, der auf Basis der SAP HANA Cloud Platform entwickelt wurde. Schon 2014 testete SAP mit Volkswagen, Toyota und BMW in Connected-Car-Pilotprojekten den Marktplatz und entwickelte Proof of Concepts, um einmal „fahrzeugnahe Dienstleistungen“ anbieten zu können, wie Heino Kantimm erläutert, Chief Expert Connected Vehicles bei SAP. Parkplätze reservieren und über ein virtuelles Ticket nutzen, tanken und bargeldlos elektronisch aus dem Fahrzeug heraus zahlen, auf die Fahrer zugeschnittene Angebote ins Auto bringen: Das sind nur drei der Services, die in den Testszenarien konzeptioniert wurden.

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