Kuka-Roboter

Ausfälle von Maschinen und Produktionsanlagen kosten viel Geld. Doch mit ‚Predictive Maintenance’ und dem digitalen Zwilling, der die echte Maschine eins zu eins abbildet, lassen sich solche Ausfallzeiten minimieren und der Bedarf an Ersatzteilen besser planen. Bild: SAP

Auf der Hannover Messe zeigte SAP, wie Industriebetriebe ihre Produktion durch intelligente Vernetzung revolutionieren können. Auf der Hannover Messe demonstrierten auch Maschinenbau- und Industrieunternehmen ihr ganzes Können und überboten sich gegenseitig mit Ideen und Innovationen: Ein Roboter, der als Tischtennis-Trainingspartner zur Seite steht, vollbewegliche Roboter-Greifarme, die einem Oktopus nachempfunden sind und gewaltige Maschinen für die Schwerindustrie.

Mit 6.500 Ausstellern aus der ganzen Welt ist die Hannover Messe die größte Industriemesse weltweit - ein gewaltiger Markt auch für die SAP, die mit mehreren Szenarien zeigte, wie sich konkrete Anwendungsfälle mit Internet-der-Dinge-Technologie und intelligenter Vernetzung umsetzen lassen und welche neuen Chancen sich dabei für Unternehmen ergeben. Die Digitalisierung der Industrie ist bereits in vollem Gange und SAP wird die Zukunft von Industrie 4.0 maßgeblich prägen. „Für SAP ist das ein Schlüsselthema, Manufacturing-Lösungen sind unsere Heimat und Industrie 4.0 ist die Digitalisierung von Manufacturing“, sagt Tanja Rückert, Executive Vice President Products & Innovation.

Komplette Vernetzung mit SAP Leonardo

Der SAP-Messestand stand dabei ganz im Zeichen von SAP Leonardo. Mit den Produkten aus dem Leonardo- Portfolio lassen sich eine Vielzahl von Geschäfts- und Produktionsprozessen organisieren und steuern. Durch die Vernetzung der einzelnen Unternehmensbereiche und deren Daten mit der Leonardo Bridge lässt sich die volle Leistungsfähigkeit des Produktportfolios ausschöpfen. „Unsere Kunden profitieren davon, dass sie mit SAP Leonardo Losgröße 1 produzieren können und dabei gleichzeitig profitabel sind und Kundenerwartungen zu 100 Prozent treffen“, sagt Daniel Holz, Geschäftsführer der SAP Deutschland.

Wie so eine vernetzte Produktion aussieht, zeigte die ‚Open Integrated Factory’, die in Zusammenarbeit mit verschiedenen Unternehmen realisiert wurde. Die ERP-Software arbeitet enger als je zuvor mit der Automatisierungstechnik zusammen. Dadurch lassen sich auch kleinste Losgrößen effizient umsetzen. Der Fertigungsauftrag wird zunächst klassisch im ERP-System eingegeben, darüber hinaus kennt die Software aber auch alle Details des zu produzierenden Auftrags, wie Farbe oder Aufdruck, und kommuniziert mit den involvierten Maschinen, wie Robotern und Druckern.

„Wir betrachten die Maschine als Dienstleister, der von uns orchestriert wird. Die SAP-Software sagt also, wann sich was bewegen soll“, berichtet Rüdiger Fritz, Director Product Management, SAP Plant Connectivity. Da SAP selbst kein Automatisierungsunternehmen ist, sei es wichtig, dass SAP anderen Technologiegrößen die Möglichkeit gäbe, daran mitzuarbeiten und ihr Wissen einzubringen. Im Falle der ‚Open Integrated Factory’ sind das elf Unternehmen – von bekannten Größen wie dem Roboterhersteller Kuka bis zu kleinen Start-Ups wie ‚ProGlove’, die Wearables für Handschuhe herstellen, zum Beispiel einen Barcodescanner, der per Fingerbewegung ausgelöst werden kann.

Video: SAP und Industrie 4.0 (englisch)