| von Andreas Schmitz, SAP News Center

Ein großer Modekonzern ist ähnlich vorgegangen:

  1. Lebenszyklus Kleidungsstück: Schon nach 10 Wochen startete ein internationaler Modekonzern mit einem so genannten Innovations-Stream für die SAP HANA Cloud Platform. „Die Anbindung an die Warenwirtschaft war zu dem Zeitpunkt noch gar nicht nötig“, beschreibt Osthof den Vorteil des Ansatzes. Die Initiative bestand darin, Kleidungsstücke mit RFID-Chips auszustatten und über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu verfolgen – von der Herstellung in Fernost über die Lagerung, die Lieferung ins Handlager bis in die Filiale. Selbst „Mikrobewegungen“ innerhalb der Filiale vom Regal in die Umkleidekabine geben Aufschluss darüber, welche Kleidungsstücke etwa fast immer nach dem Anprobieren doch nicht gekauft wurden. Ein weiterer Vorteil liegt in der Transparenz gegenüber dem Kunden: „Der Kunde muss selbst nachschauen können, in welchem Werk seine Hose genäht worden ist“, erläutert Osthof.
  2. Machine Learning am Pfandautomaten: Ein Lebensmittelhändler setzt seit kurzem Algorithmen ein, um Füllstände eines Pfandautomaten vorauszuberechnen. Die Maschine merkt sich, wann Kunden kommen, korreliert dieses Wissen mit dem Füllstand der Maschine und sagt treffsicher vorher, wann der Eingriff durch Menschenhand nötig ist. Das System nimmt wahr, wenn der Automat an bestimmten Wochentagen oder zu bestimmten Uhrzeiten immer wieder besonders gefordert ist, während zu anderen Zeiten kaum Kunden ihr Leergut abgeben. Erst wenn voraussichtlich sehr bald der Automat gefüllt sein wird, bekommt ein Mitarbeiter in der Filiale die Information, den Pfandautomaten zu leeren. Ändert sich das Verhalten der Kunden, passt sich das System automatisch an – es lernt dazu.
  3. Biometrische Werbung: In ersten Vorbereitungen befindet sich ein neuartiger Ansatz, um Werbung im Laden zu personalisieren. Die Idee: „Kommen junge Menschen in den Laden, zeigt ein Display ein paar Meter weiter automatisch Werbung für Teenager“, erläutert der Leiter des Retail Innovation Labs Osthof. Eine Videokamera – so die Vision – schließt auf Alter und Typ des Konsumenten und der passende Werbespot wird gezeigt. „Hier ist noch Feinschliff nötig“, gibt Hilger jedoch zu – auch in Anbetracht der Tatsache, dass kürzlich eine Tierhandelskette auf die Lösung aufmerksam wurde. Kommt also ein Golden Retriever mit seinem Herrchen zur Tür herein, muss die Kamera in der Lage sein, den Hund genauso zu erkennen wie einen Zwergpudel oder einen Rauhaardackel – und punktgenau das richtige Futter auf dem Werbedisplay anzeigen.

Der Eintrag "freemium_overlay_form_apr" existiert leider nicht.