SAP EWE

Das große Ziel von SAP und EWE ist die Entwicklung einer Standardsoftwarelösung für ein offenes System für alle Hersteller, alle Modelle von Fahrzeugen und Ladeinfrastrukturen für gemischte Fuhrparks (im ersten Schritt). Den Kern bildet dabei ein intelligentes Lade- und Lastmanagement, bei dem e-Fahrzeuge nach Bedarf geladen und die verfügbare Leistung bedarfsgerecht auf die angeschlossenen Fahrzeuge verteilt werden. - Bild: EWE

Das Energieunternehmen EWE hat im Oktober 2016 das Management der Ladepunkte für den e-Fuhrpark der SAP übernommen. Eine im Januar 2017 gestartete Kooperation beinhaltet zudem die partnerschaftliche Entwicklung einer Prototyp-Lösung für den erfolgreichen Betrieb eines e-Fuhrparks.

Dr. Jonas Lohmann
Dr. Jonas Lohmann, Leiter Mobilität bei EWE-Vertrieb: „Weiterhin beweist die sehr gewinnbringende Zusammenarbeit mit EWE bei der Betriebsführung der SAP-Ladepunkte, dass EWE ein verlässlicher und starker Partner ist. Der EWE-Konzern hat die erforderliche Größe, Markterfahrung und Ressourcen, um ein solches Projekt gemeinsam mit SAP durchzuführen.“ - Bild: EWE

Nach der Vorstellung von SAP Vehicle Insights in 2016, also einer Mobility-Anwendung mit einer Vielzahl von Services zur Verwaltung vernetzter Fahrzeuge, wurde Anfang dieses Jahres die Kooperation mit dem Energieunternehmen EWE beim e-Fuhrparkmanagement und die Planung eines gemeinsamen Produkts bekannt gegeben. Vor der Kooperation hat SAP den e-Fuhrpark hausintern gemanaged. Infolge der immer größer werdenden Elektrofahrzeugflotte und der damit wachsenden Komplexität - Infrastruktur der Parkhäuser, Ladesäuleninstallation, Wartung, Service und Abnahme - hat sich SAP dazu entschieden, das Thema auszugliedern und fremd zu vergeben.

„Den Betrieb der SAP-Ladepunkte führt EWE seit dem 1. Oktober 2016. Dieser beinhaltet einen Rundum-Service des Betriebes der Ladepunkte, also die technische Inbetriebnahme und regelmäßige technische Überprüfung, Monitoring der Ladepunkte im Backend-System, Betrieb einer 24/7-Störungs-Hotline auf Deutsch und Englisch, Angebot einer SAP-personalisierten Anwender-App zum Auffinden der Ladepunkte (- inklusive Frei- und Belegt-Status), technischen vor Ort Service bei Störungen, Management der Zugangsberechtigungen sowie die regelmäßige Bereitstellung von Reporting-Dateien“, sagt Dr. Jonas Lohmann, Leiter Mobilität bei EWE VERTRIEB. „SAP will kein Anbieter von Ladesäulen, Infrastrukturen und ähnliches werden, sondern sich auf die Kernkompetenzen der Softwareentwicklung fokussieren“, so Stephan Brand, Senior Vice President IoT Moving Assets SAP.

SAP Management Fuhrpark EWE
Das Energieunternehmen EWE hat im Oktober 2016 das Management des e-Fuhrparks von SAP übernommen. Dieser beinhaltet einen Rundum-Service des Betriebes der Ladepunkte, also die technische Inbetriebnahme und regelmäßige technische Überprüfung, Monitoring der Ladepunkte im Backend-System sowie den Betrieb einer 24/7-Störungs-Hotline auf Deutsch und Englisch. - Bild: EWE
Stephan Brand, SAP
Stephan Brand, SAP: „Wir haben mit EWE einen kompetenten Partner an unserer Seite, der bereits über große Erfahrung im Fuhrparkmanagement verfügt und diese Dienstleistung unter anderem für SAP erfolgreich erbringt. Beide Partner möchten durch die Bündelung ihres Know-hows dieses Geschäftsfeld im Sinne der Kunden noch weiter optimieren.“ - Bild: SAP

Man kann hier also von einer klassischen Win-Win-Situation sprechen: Die Kernkompetenzen der SAP auf der einen Seite – wie Digitalisierung von Fuhrpark-Management, Verarbeitung und Management von Echtzeit-Daten, intelligente Lade-Algorithmen und -Zyklen, passende Lösungen auf der SAP Platform Solution – und die Stärken von EWE auf der anderen Seite – wie Installations- und Contracting-Lösungen für Ladepunkte, 24/7-Stunden-Support und Instandhaltung, Energie-Messung und Zählung gemäß deutscher Standards, Lieferung von regenerativer Energie und intelligente Anbindung, Integration von Speicher-as-a-Service – ergänzen sich optimal.

„Weiterhin beweist die sehr gewinnbringende Zusammenarbeit mit EWE bei der Betriebsführung der SAP-Ladepunkte, dass EWE ein verlässlicher und starker Partner ist. Der EWE-Konzern hat die erforderliche Größe, Markterfahrung und Ressourcen, um ein solches Projekt gemeinsam mit SAP durchzuführen. Gleichzeitig verfügt das ‚EWE Kompetenz-Center Mobilität’ über genügend Flexibilität und Agilität, um ein potentiell entstehendes Produkt kurzfristig zur Marktreife zu führen. All diese Faktoren haben dazu beigetragen, dass SAP sich für EWE entschieden hat“, so Lohmann weiter. „Wir haben mit EWE einen kompetenten Partner an unserer Seite, der bereits über große Erfahrung im Fuhrparkmanagement verfügt und diese Dienstleistung unter anderem für SAP erfolgreich erbringt. Beide Partner möchten durch die Bündelung ihres Know-hows dieses Geschäftsfeld im Sinne der Kunden noch weiter optimieren“, ergänzt Stephan Brand.

Die Kooperation beinhaltet die partnerschaftliche Entwicklung einer umfassenden Prototyp-Lösung für den erfolgreichen Betrieb eines e-Fuhrparks. Nach erfolgreichem Test dieser Prototyp-Lösung durch Pilotkunden ist eine direkt folgende Markteinführung sehr wahrscheinlich. „Aufgrund unserer unterschiedlichen Expertisen können wir die Anforderungen des Kunden aus verschiedenen Blickwinkeln analysieren und bestmöglich erfüllen. Dies ist nicht nur eine Win-Win-Situation für SAP und EWE, sondern kommt insbesondere Fuhrparkbetreibern – sprich unseren Kunden zugute“, sagt EWE VERTRIEB-Projektleiterin Stefanie Daniel.

„SAP und EWE adressieren in einem ersten Schritt Corporate- und Leasing-Fahrzeugflotten sowie aus Poolfahrzeugen bestehende Flotten, also B2B- und B2B2C-Geschäft im Fokus . Hierbei „Aktuell suchen wir aktuell Pilotkunden, die mit uns gemeinsam die ersten Software-Prototypen erproben und mit uns weiterentwickeln. Die Lösung kann später weiter ausgebaut werden. Wir denken dabei in 2 weiteren DimensionenDer Ausbau dieser Lösung kann in zwei Dimensionen erfolgen: einmal in Richtung öffentliche Ladeinfrastruktur für B2C–Kunden und dann die Hinzunahme anderer ‚Moving Assets’, also elektrisch angetriebene Fahrzeuge wie Gabelstapler, Fahrräder, Busse, LKW oder auch Drohnen“, sagt Christof Walter, Product Manager Mobility SAP. „Zur Zeit arbeiten wir an einer gemeinsamen Plattform, wo sich unterschiedliche Mobilitätsanwendungen leicht konsumierbar - und für Partner auch erweiterbar - wieder finden werden“, ergänzt Stephan Brand.

Christof Walter, SAP
Christof Walter, SAP: „SAP entwickelt ein Standard-Softwareprodukt für jegliche Art von Anbieter von Elektromobilität. Dies können sowohl Fahrzeughersteller, Energieversorger, Leasingflottenanbieter oder auch Firmen, Städte oder Kommunen sein, die Mobilität als Service anbieten wollen.“ - Bild: SAP

Der zu entwickelnde Prototyp soll eine modulare Full-Service-Lösung für e-Flotten werden. Der Kunde kann dabei die Module wählen, die Teil der Internet of Things-Plattformlösung der SAP sind, und alles aus einer Hand erhalten. „Dazu gehören die Energielieferung, eine intelligente Ladeinfrastruktur, Lastmanagement, flexibles Contracting, Vorort-Services, 24/7-Hotline-Support, User App und vieles mehr. Als Zielgruppen gelten Unternehmen jeder Art und Größe sowie Leasing-Gesellschaften und Autohäuser – zunächst beschränkt auf Deutschland“, sagt Stefanie Daniel.

Die beiden Unternehmen verfolgen mit ihrer engen Partnerschaft ganz spezielle Ziele im e-Mobility-Sektor. EWE möchte Elektromobilität für den Kunden einfach nutzbar und wirtschaftlich abbildbar machen. Die Komplexität der Elektrifizierung eines Fuhrparks wird für den Kunden stark vereinfacht, da von der Analyse, Beratung und Planung über die Umsetzung bis zur Betriebsführung – auf Wunsch – alle notwendigen Schritte für ihn übernommen werden. „Der Kunde erhält eine hochwertige Lösung, die aufgrund der SAP-Software zukunftsweisende Technologien miteinander kombiniert und langfristig Kostenersparnisse ermöglicht. EWE sieht darüber hinaus das B2B-Segment als einen Haupttreiber der Elektromobilität in Deutschland und möchte den Wandel zu einer nachhaltigeren Mobilität auf diese Weise weiter vorantreiben“, so Daniel weiter.

Mobility-Lösungen von SAP

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SAP will sich mit dem EWE-Deal noch stärker im e-Mobility-Markt positionieren. So erweitert das Unternehmen neben der Fahrzeug- und Telemetriedatenanalyse und -optimierung sein Angebot und wird 2018 einige Neuerungen auf den Markt bringen – darunter eine Elektromobilitätslösung. „SAP entwickelt ein Standard-Softwareprodukt für jegliche Art von Anbieter von Elektromobilität. Dies können sowohl Fahrzeughersteller, Energieversorger, Leasingflottenanbieter oder auch Firmen, Städte oder Kommunen sein, die Mobilität als Service anbieten wollen“, berichtet Mobility-Experte Walter. „Hierbei wird die Stärke der SAP nach einer Ende-zu-Ende-Integration von Geschäftsprozessen zur E-Mobilität zum Tragen kommen, etwa die Anbindung von Bezahlsystemen, Datenanalytik, Nutzungsoptimierungsalgorithmen, Reporting und Anbindung an die bestehende Softwarelandschaft der Kunden unter Wahrung der Qualität, Sicherheit der Daten und Systeme.“

Das große Ziel für die beiden Unternehmen ist die Entwicklung einer Standardsoftwarelösung für ein offenes System für alle Hersteller, alle Modelle von Fahrzeugen und Ladeinfrastrukturen für gemischte Fuhrparks (im ersten Schritt). „Den Kernstück bildet dabei ein intelligentes Lade- und Lastmanagement, bei dem e-Fahrzeuge nach Bedarf gemäß Ladepläne geladen und die verfügbare Leistung bedarfsgerecht auf die angeschlossenen Fahrzeuge verteilt werden“ führt Christof Walter aus. „Hierbei wird der zur Verfügung stehende Strom, die relevanten Strom-Abnehmer entsprechend einer Priorisierung (Notfallvorrangladung vor Minimalreichweiten- vor Wunschreichweitenaufladung), die Kosten oder auch Marktpreise für Strom und die Verteilung in der Infrastruktur (Balancing) berücksichtigt“ . Zudem soll Kunden eine App zur Nutzung der Ladepunkte und perspektivisch von Car- und Ride-Sharing-Angeboten zur Verfügung gestellt werden.

SAP und EW
Das große Ziel von SAP und EWE ist die Entwicklung einer Standardsoftwarelösung für ein offenes System für alle Hersteller, alle Modelle von Fahrzeugen und Ladeinfrastrukturen für gemischte Fuhrparks (im ersten Schritt). Den Kern bildet dabei ein intelligentes Lade- und Lastmanagement, bei dem e-Fahrzeuge nach Bedarf geladen und die verfügbare Leistung bedarfsgerecht auf die angeschlossenen Fahrzeuge verteilt werden. - Bild: SAP