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ABB will den chinesischen Markt vor allem im Landesinneren und im Hinblick auf Infrastruktur für Elektromobilität erschließen und kündigt dazu größere Investitionen an. Bild: ABB

Der schwedisch-schweizerische Konzern etabliert gerade eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Entwicklern von Infrastruktur für Elektroautos in China, so IHS Automotive. ABB ist an 19 von 24 Projekten zur Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ )in dem Land beteiligt. Laut Gu Chunyuan, Senior Vice-President der ABB Group sowie Vorsitzender und CEO von ABB China, befindet sich das Unternehmen in Gesprächen über einer erweiterte Zusammenarbeit mit China Southern Grid. Der Plan ist Teil der Strategie des Unternehmens, den Markt im Landesinneren Chinas zu erschließen. “ABB wird noch schneller als bisher Richtung Westen gehen und im Westen investieren”, sagte Vorstandsvorsitzender Ulrich Spiesshofer in einem Interview mit der Tageszeitung China Daily. “In den nächsten drei Jahren werden wir in 100 neue chinesische Städte gehen (?) und so unsere Präsenz in China von aktuellen 109 Standorten verdoppeln.”

Unternehmen wie ABB, die bereits in der Entwicklung von Energieprojekten in China tätig sind, streben derzeit eine Ausweitung ihrer Geschäfte in China im Bereich alternativer Antriebe an. ABBs Aktivitäten bei Infrastruktur-Projekten ermöglichen es dem Elektro-Multi, auch am Markt für Ladeinfrastruktur aktiv zu werden. ABB ist bereits eine Partnerschaft mit Denza eingegangen, dem chinesischen Joint Venture für Elektroautos zwischen Daimler und BYD. Im Rahmen der Partnerschaft sollen innerhalb der nächsten sechs Jahre Schnellladegeräte entwickelt werden. Die “Wallbox GB”, ein Gleichstrom- Ladegerät für Zuhause und für die öffentliche Nutzung, soll Elektrofahrzeuge innerhalb kurzer Zeit aufladen können. Eine Software-App für mobile Geräte soll es dem Nutzer ermöglichen, den Ladevorgang zu steuern und zu überwachen. Eine Statusmeldung soll dem Fahrer anzeigen, wann sein Fahrzeug einsatzbereit ist.

Im Jahr 2013 wuchs ABBs Umsatz in China, dem zweitgrößten Markt des Konzerns, um 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 5,6 Milliarden Dollar, 13 % des weltweiten Gesamtumsatzes von 42 Milliarden Dollar.

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Andreas Karius / IHS