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PSA ist in Algerien ein Vier-Wege-Joint-Venture eingegangen, um seine Position auszubauen.

Mit einem Vier-Wege-Joint-Venture will die Groupe PSA seine Fahrzeugproduktion in Algerien auf den Weg bringen. Das Abkommen hat PSA zusammen mit Condor Electronics, Palpa Pro und der Nationale de Production-Machines-Outils (PMO) bei einem Treffen des Comité Mixte Economique Franco-Algérien (Frankreich-Algerien) unterzeichnet. Gemäß der Vereinbarung wird PSA 49 Prozent des Joint-Venture-Aktienkapitals halten, was einer Gesamtinvestition von rund 100 Millionen Euro entspricht. Der Betrieb in Oran (Algerien) soll 2018 aufgenommen und die Produktion ein Jahr später anlaufen. 

Den Analysten von IHS Markit nach wird der Schritt nach Algerien PSA ermöglichen, seine Position im Mittleren Osten und in Afrika zu erweitern. Der französische Autobauer hat vor, dort bis 2022 jährlich 700.000 Einheiten zu verkaufen. Da das Land die Einfuhr von Fahrzeugen beschränkt, kann PSA die Nachfrage auf dem lokalen Markt durch den neuen Standort decken. Auch andere Hersteller haben für den lokalen Markt ihre Montage nach Algerien verlegt. IHS Markit erwartet, dass sich die Produktion 2018 vorerst auf den neuen Pick-Up der Marke Peugeot konzentrieren wird. Im Jahr 2019 sollen dann auch die Modelle 301 und 208 sowie der Citroën C-Elysee folgen.

Außerhalb von Europa wachsen

Dass PSA seine Präsenz außerhalb Europas stärkt, beweist auch ein weiteres Joint Venture in Indien. Der Autobauer baut derzeit gemeinsam mit seinem indischem Partner C.K. Birla eine neue Antriebsanlage in Hosur (Indien), berichtet der Business Standard. Bei „PSA-AVTEC Powertrain Pvt Ltd“ handelt es sich um ein 50:50 Joint Venture zwischen PSA und der AVTEC-Einheit von C.K Birla.