Bosch

Bosch hat erste Angebote für den Verkauf eines Teils seines Bremsengeschäfts vorliegen. - Bild: Bosch

Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte am Freitag in Stuttgart einen entsprechenden Bericht der “Financial Times Deutschland”. Die Frist für erste Offerten sei Ende Juni ausgelaufen.

Dem Blatt zufolge steht das sogenannte Basisbremsgeschäft zum Verkauf, das im Kern alle Bremsteile umfasst, die sich direkt am Rad befinden. Zum kompletten Bremssystem gehört weit mehr, bis hin zum Pedal. Vom Basisbremsgeschäft in Nordamerika hatte sich Bosch bereits 2009 getrennt. Der verbliebene Rest umfasse 20 Standorte und etwa 5000 Beschäftigte, bestätigte der Sprecher die gemachten Angaben.

Ersatzteilgeschäft verbleibt bei Bosch

Der Sprecher sagte, dass Bosch das Ersatzteilgeschäft für die Basisbremsen auch nach einem Verkauf weiter betreiben werde. Laut “FTD”, die sich auf Branchenkenner beruft, erwirtschaftete das Basisbremsgeschäft zuletzt 900 Millionen Euro Jahresumsatz und warf ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von rund 45 Millionen Euro ab. Es gebe nun eine “Handvoll” Bieter, drei von ihnen seien industrielle Interessenten aus Asien und zwei Firmen, die das Geld privater Kapitalgeber bündeln (Private Equity).

Verkauf war schon im Frühjahr ein Thema

Bereits Anfang April erfuhr Dow Jones Newswires, dass der weltgrößte Automobilzulieferer die schwächelnde Sparte nun einem größeren Kreis von strategischen und ausgewählten Finanzinvestoren anbieten wolle, nachdem Anfang März Verhandlungen mit dem japanischen Bremsenspezialisten Akebono im Sande verlaufen waren. Potenzielle Käuferkandidaten sollen in Kürze angesprochen werden.

dpa/Guido Kruschke