Autonomer F015 vor Shanghais Kulisse

Noch Zukunftsmusik ist der autonome F015 vor Shanghais Kulisse, das Gegenwartsgeschäft bei Mercedes-Benz läuft prächtig. Bild: Daimler

Der China-Absatz der deutschen Premium-OEMs wird von 1,58 Millionen Fahrzeuge im vergangenen Jahr auf 1,8 Millionen im Jahr 2020 steigen. Damit rechnen die Marktbeobachter von IHS Markit in einer Prognose für die aktuelle Ausgabe AUTOMOBIL PRODUKTION. Das entspricht einem Absatzwachstum von 12,5 Prozent. China ist für alle drei Marken der größte Einzelmarkt.

Dabei sieht IHS das dynamischste Absatzwachstum bei Mercedes-Benz. Der Absatz steigt demnach von 472.844 auf 595.000. Das wäre ein Plus von 122.000 Autos pro Jahr und ein Wachstum um 26 Prozent. Damit würde Mercedes unter den deutschen Premiumherstellern von Rang 3 auf 2 vorrücken und BMW überholen. Die Münchner steigern sich dagegen nur von 516.355 auf 560.000 Fahrzeuge, glaubt IHS. Seine Stellung als Nummer 1 behauptet Audi. Die Ingolstädter steigern ihren Absatz zwar nur um 60.000 von 591.554 auf 651.000. Aber das genügt, um Platz 1 zu verteidigen.

Dass Mercedes stärker wächst als Audi und BMW zusammen, liegt möglicherweise auch an dem hohen Anteil lokaler Fertigung, die sich stark am Geschmack der chinesischen Kunden orientiert. So steigt die Zahl der in China gebauten und an den Markt angepassten Modelle laut IHS von jetzt sieben auf elf im Jahr 2020. Audi verdoppelt den Anteil der in China gebauten Modelle von fünf auf zehn. Wenig tut sich da bei BMW: Die Zahl der China-Modelle wächst nur von fünf auf sechs.