Audi Q5 breit

Hecho en Mexico? Als erstes Modell für das mexikanische Werk sei der Sportgeländewagen Q5 vorgesehen. - Bild: Audi

Audi-Chef Rupert Stadler bevorzuge diese südliche Variante gegenüber der Option, in einem US-Werk der Konzernmutter VW unterzuschlüpfen, berichtet “manager magazin” am Mittwoch vorab aus seiner neuesten Ausgabe. Als erstes Modell für das mexikanische Werk sei der Sportgeländewagen Q5 vorgesehen, heiße es in Volkswagen-Kreisen.

Audi spielt schon länger mit dem Gedanken, in Amerika zu produzieren. Die Marke will so ihre Abhängigkeit vom Dollar-Kurs verringern und einen besseren Zugang vor allem zum wichtigen US-Markt bekommen. Audi hat bisher im Gegensatz zu den Konkurrenten BMW und Mercedes, die bereits seit den 90er Jahren erfolgreich in den USA produzieren, kein Werk dort.

Die Ingolstädter liebäugeln aber schon länger mit einer Produktion in Nordamerika, um einen besseren Zugang zum US-Markt zu bekommen. Audi-Chef Stadler erklärte im Juni in einem Interview, das Unternehmen habe sich zum Ziel gesetzt, darüber innerhalb der nächsten zwölf Monate zu entscheiden. Laut “manager magazin” soll nun bereits im Oktober Klarheit herrschen.

Chattanooga erste Wahl für den Konzern

Noch ist allerdings nicht klar, ob die Ingolstädter ihren Plan für ein Werk in Mexiko auch durchsetzen können. Bei der Mutter Volkswagen sähen es etliche Mitglieder des Topmanagements lieber, Audi würde im neuen VW-Werk in Chattanooga produzieren, schreibt “manager magazin”. Die Fabrik dort habe eine Kapazität von rund 150.000 Fahrzeugen pro Jahr. Mittelfristig soll diese ohnehin deutlich vergrößert werden. Die Entscheidung werde wahrscheinlich im Oktober fallen.

Ein Audi-Sprecher bekräftigte gegenüber Dow Jones Newswires auf Anfrage lediglich, dass deutlich vor 2015 über eine Produktion in Nordamerika entschieden werden soll. “Alles andere sind Spekulationen, und Spekulationen kommentieren wir nicht.”

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke