VW Polo

Das Rabatt-Niveau ist auf Deutschlands Automarkt hoch. Bild: Volkswagen

So bleibe Deutschlands Automarkt laut den CAR-Forschern der Uni Duisburg-Essen im Rabatt-hoch  – und das trotz einer eigentlich guten Konjunktur und stabiler Kauflaune. Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer sagt: „Es gibt wenig Grund dafür, davon auszugehen, dass sich dies in den nächsten Monaten ändern wird.“ Es sehe so aus, als hätten der Abgas-Skandal und die VW-Schwäche das Angebotsverhalten deutlich beeinflusst.

VW selbst versuche durch hohe Rabatte, seine Marktdominanz zu wahren. Beispiel: Die Modelle Golf und Polo bieten die Wolfsburger ohne besondere Bedingungen im Mittel mit rund 16 Prozent Nachlass an. In Verbindung mit der Inzahlungnahme eines Konzern-fremden Gebrauchtwagens werden in der Spitze bis zu 25,2 Prozent Nachlass auf die Basis-Version beim Polo und bis zu 25,7 Prozent auf die Basis-Variante des Golf gewährt.

Die Konkurrenz schläft aber nicht. BMW versucht laut Studie beispielsweise vor allem beim Golf-Sportsvan-Konkurrenten Active Tourer Kunden unter Zuhilfenahme einer Gebrauchtwagenprämie zu gewinnen. In Verbindung mit der Prämie werden bis 21,8 Prozent Rabatt auf die Basis-Version gewährt.

Ein weiteres Beispiel für eine aggressive Rabattaktion ist Opel. Die Rüsselsheimer bieten Kurzzulassungen des Corsa mit bis zu 31,9 Prozent Abschlag an. Der noch recht neue Astra steht mit Rabatten von bis zu 20,7 Prozent bei den Händlern.