BAIC_SUV_X25

Erstes BAIC-Modell, das in Mexiko verkauft wird: Kompakt-SUV X25

Mit BAIC versucht es der erste chinesische Hersteller wieder in Mexiko, seit dort im Jahr 2009 FAW die Segel gestrichen hat. Zum Start gibt sich der China-OEM bescheiden: gerade mal sechs Händler gibt es landesweit zum Auftakt, die haben mit dem D20 eine Limousine und das Kompakt-SUV X25 im Angebot. Im ersten Jahr rechnet IHS mit einem Gesamtabsatz von etwa 1.000 Einheiten, 2018 könnten es 5.000 Einheiten werden.

 Angesichts dieser Zahlen wäre der Marktstart in Mexiko kaum der Rede wert, wäre das nicht der erste Schritt auf dem Weg zur Umsetzung der Nordamerika-Strategie der Chinesen. Diese wollen Mexiko zur Exportplattform für den amerikanischen Konitent machen Nordamerika machen. So ließ BAIC-Vize Wie Huacheng in einem Statement wissen, dass Mexiko eine zentrale Rolle für die Wachstumspläne in Amerika spiele.  

Dabei geht es um weit mehr, als ein paar Autos in Mexiko. Mittelfristig wollen die Chinesen ein Werk mit einer Kapazität von 100.000 bis 150.000 Autos in Mexiko bauen,  meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Chinesische Medien berichten, dass dazu  bereits 2017 ein konkreter Plan vorgestellt werden soll. Aus dem Werk sollen Fahrzeuge für den gesamten amerikanischen Kontinent gefertigt werden, wahrscheinlich werde man dieses aber auch nutzen, um sich in  Nordamerika zu etablieren, meint IHS Automotive.

BAIC, das 2015 rund 583.000 Autos verkaufte, ist bereits in Chile, Kolumbien und Peru aktiv. Die dort an den Markt kommenden Fahrzeuge werden – wie die Mexiko-Modelle jetzt ­– aus China importiert.