GAM_China_SAIC_Wuling_Baojun

Gm ist zuversichtlich bezüglich der Entwicklung in China. Hohes Wachstum erwartet man in ländlichen Regionen, wo der US-Konzern bereits heute mit seinen Billigmarken Wuling und Baojun (im Bild der Familienvan 730) starke Zuwächse erzielt. Bild: Baojun

Die Entwicklung werde aber sehr differenziert verlaufen, sagte Tsien in China gegenüber Reuters. Während der Manager, der seit 2014 die Geschäfte des US-Autobauers auf dem größten Automarkt der Welt leitet, den Auto-Bedarf in den Metropolen als „fast“ gesättigt bezeichnete, sieht er in kleineren Städten und ländlichen Regionen weiter hohes Potenzial.

Die zunehmende Wachstumsverlagerung ist im Markt bereits angekommen: Gab es im vergangenen Jahr in der zweiten Jahreshälfte durchgängig rückläufige Verkaufszahlen, was ernste Sorgen schürte, die Wachtumsstory in China sei zu Ende, ging es in ländlichen Regionen im Jahr 2015 durchgängig mit zweistelligen Wachstumszahlen nach oben. Diese Entwicklung wird nach Einschätzung Tsiens weiter anhalten. In Summe rechnet er mit einem Anstieg der Neuzulassungen von 24,6 Millionen Einheiten im Jahr 2015 auf 30 Millionen im Jahr 2020.

GM sieht er für die Wachstumswelle auf dem Land besser gerüstet als die Konkurrenz. Hauptgrund: bereits im Jahr 2000 hat GM das Drei-Wege-JV GM-SAIC-Wuling gegründet und die Budgetmarke Wuling, damals mit dem Schwerpunkt leichte Nutzfahrzeuge, aus der Taufe gehoben. Inzwischen gibt es unter dem  GM-SAIC-Wuling mit Baojun eine weitere Budgetmarke mit dem Schwerpunkt SUV und Familienvans.

Wuling bereits meistverkaufte GM-Marke

Wurde GM für diesen Schritt anfangs belächelt, liefern Wuling und Baojun eine fette Erfolgsstory – weil die Marken insbesondere auf dem Land gefragt sind. Inzwischen hat Wuling der GM-Marke Buick den Rang als meistverkaufte Marke der US-Amerikaner abgelaufen. Von 1,8 Millionen im ersten Halbjahr 2016 Autos, die GM mit seinen Joint-Ventures verkauft hat (+5,4%), entfielen 1,01 Millionen auf GM-SAIC-Wuling.