BMW Brasilien

Mit einem offiziellen Festakt hat BMW heute den ersten Spatenstich für ein neues Werk in Brasilien gefeiert. - Bild: BMW Group

Dazu gab der Münchner Konzern am Montag in der südbrasilianischen Stadt Araquari den Startschuss für die Bauarbeiten für sein erstes Automobilwerk in Südamerika. Die Investitionskosten belaufen sich auf über 200 Millionen Euro.

Spatenstich in Araquari – Produktionsbeginn im Herbst 2014

Die Produktion soll laut BMW im Herbst 2014 anlaufen. Gebaut werden künftig die Modelle Mini Countryman, BMW 1er 5-Türer, die BMW 3er Limousine, BMW X1 und BMW X3. Insgesamt sollen 1300 Arbeitsplätze entstehen. Der Leiter der Region Amerika, BMW Group, Ludwig Willisch, sprach von einem “Meilenstein” in der langfristigen Wachstumsstrategie des Autobauers.

Darüber hinaus entstehen durch das neue Werk weitere Arbeitsplätze innerhalb des Lieferantennetzwerks. Für die Produktion in Araquari wird die BMW Group zahlreiche Komponenten direkt am lokalen Markt einkaufen.

Produktion folgt dem Markt

BMW-Produktionsvorstand Harald Krüger erklärte in München: “Unser strategischer Grundsatz “Produktion folgt dem Markt” hat sich schon in Märkten wie den USA und China bewährt und wird uns auch auf dem wichtigen Zukunftsmarkt Brasilien zum Erfolg führen.”

BMW ist dabei nicht der einzige deutsche Autobauer, den es nach Brasilien zieht. Mercedes-Benz baut in Iracemápolis bei Sao Paulo ein neues Werk, wo jährlich bis zu 20 000 Fahrzeuge produziert werden sollen. Geplanter Produktionsstart: 2016. Audi wird ab September 2015 in Brasilien wieder produzieren. Alle haben sie den Premium-Markt im Visier, der bis 2020 um bis zu 170 Prozent wachsen soll. Auch VW baut seine Pkw-Schiene weiter aus. Die Wolfsburger sind schon seit Jahrzehnten mit einer breiten Modell-Palette auf Brasiliens Markt fest etabliert.

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dpa/BMW/Guido Kruschke