Norbert Reithofer

Norbert Reithofer: Großbritannien bleibt das Zentrum der Mini-Produktion. - Bild: BMW

“Wir haben bereits begonnen, unsere britischen Werke auf die Produktion der nächsten Generation des Mini vorzubereiten. Großbritannien bleibt damit das Zentrum der Mini-Produktion”, sagte der Vorsitzende des Vorstands der BMW AG, Norbert Reithofer, am Donnerstag in London. Seit 2000 hat BMW damit insgesamt über 1,5 Milliarden Pfund in ihre britischen Standorte investiert.

“Die Marke Mini trägt weltweit wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg von BMW bei. Wir gehen davon aus, dass dies in Zukunft in noch stärkerem Maße der Fall sein wird”, erklärte Reithofer weiter.

Bei einem Besuch beim britischen Premierminister David Cameron erläuterte der BMW-Vorstandsvorsitzende die Pläne des Unternehmens in Großbritannien. Die Investition, die zum größten Teil in den Aufbau neuer Produktionsanlagen und die Ausstattung des Mini-Werks in Oxford fließen wird, trägt zur Sicherung von etwa 5.000 Arbeitsplätzen im Mini-Montagewerk Oxford, im Presswerk Swindon sowie im Motorenwerk Hams Hall in der Nähe von Birmingham bei.

Standort Oxford als feste Größe

Seit 2001 produziert BMW Fahrzeuge der Marke Mini am Standort Oxford. In diesem Zeitraum entstanden dort knapp zwei Millionen Fahrzeuge. Über 1,5 Millionen Minis wurden an Kunden in 90 Ländern ausgeliefert.

Vor dem Hintergrund der ambitionierten Wachstumsziele bauten die Bayern das Mini-Portfolio in den vergangenen Jahren sukzessive aus. Zuletzt kündigte man einen Coupé und einen Roadster an, die 2011 bzw. 2012 auf den Markt kommen sollen. Zudem wird ein Coupé auf Basis des Mini-SUVs Countryman (Paceman) in Serie gehen. Insgesamt wird es dann sieben verschiedene Varianten des Lifestyle-Autos geben. Angesichts der zunehmenden Urbanisierung, steigender Benzinpreise und härterer Emissionsvorgaben sehen auch Premiumhersteller zusehends die Notwendigkeit, stärker im hart umkämpften Kleinwagen-Segment Fuß zu fassen.

BMW verfolgt das Prinzip, dass die Produktion dem Markt folgt. Großbritannien ist nach Deutschland, den USA und China der viertgrößte Absatzmarkt für den Premiumautobauer aus München. Insgesamt wurden dort im vergangenen Jahr 154.750 Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce verkauft.