BMW ist in den schnell wachsenden Märkten Lateinamerikas noch unterrepräsentiert, batu aber

BMW ist in den schnell wachsenden Märkten Lateinamerikas noch unterrepräsentiert, batu aber bereits ein Werk in Brasilien. - Bild: BMW.

Das mögliche Investment könne ein Volumen von 1,5 Milliarden US-Dollar haben. In dem Werk könnten dann ab 2016 unter anderem die Modellreihen 1er und 3er gebaut werden, berichten die Regierungsvertreter weiter. Wo genau das Werk errichtet werden könnte, sei noch nicht entschieden. BMW wolle aber möglicherweise schon im ersten Quartal 2014 Nägel mit Köpfen machen. BMW-Sprecher Mathias Schmidt sagte zu diesem Thema, der Autobauer prüfe unverändert noch, ob er in Mexiko investieren wolle. Es seien verschiedene Länder als mögliche Standorte im Gespräch. Eine Entscheidung für ein Werk in Mexiko sei noch nicht gefallen.

BMW errichtet derzeit schon ein Werk in Brasilien. Der Luxusautohersteller ist in den schnell wachsenden Märkten Lateinamerikas noch unterrepräsentiert. Analysten verweisen auf die niedrigen Lohnkosten in Mexiko als Standortvorteil. Zudem kann von hier aus der US-Markt leicht beliefert werden.

Analyst Mike Jackson vom Marktforschungshaus IHS sagte, da sich Europa weiterhin in der Rezession befinde, müssten die Autohersteller dort sich einen breitere Basis an Märkten aufbauen. Mexiko könne für BMW eine gute Plattform für den Export von Fahrzeugen nicht nur in die USA, sondern auch nach Asien sein. Mexiko ist bereits jetzt das weltweit viertgrößte Autoexport-Land. Rund 3 Millionen Fahrzeuge wurden dort vergangenes Jahr produziert. Neben Nissan, Ford und General Motors produziert auch Volkswagen in Mexiko, und Audi baut für 1,3 Milliarden Dollar ein Werk dort.

BMW ist derzeit nur mit Autohäusern in Mexiko präsent, und die entwickeln sich gut. Im vergangenen Jahr fanden dort 9.635 BMW einen Käufer, das war ein Wachstum um 20 Prozent. Die Lohnkosten sind für Autohersteller um 11 Prozent niedriger als in China, wie aus einem Bericht der Wirtschaftsberatung Alix Partners für das Jahr 2011 hervorgeht. Die Ausbildung der Ingenieure wird zunehmend besser. Die Autoindustrie hat eine große Bedeutung für Mexiko, sie trägt 4 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Dabei profitiert das Land von der Freihandelszone mit den USA und Kanada. Zudem unterhält Mexiko Handelsvereinbarungen mit 44 Ländern weltweit.

Der schärfste Rivale als Produktionsstandort, Brasilien, hat sich dagegen zunehmend dem Protektionismus verschrieben. Dies macht den Export aus dem südamerikanischen Land komplizierter.

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Juan Montes/Dow Jones Newswires/Andreas Karius