MINI-Fertigung in Oxford

BMW hält einen harten Brexit als Worst-Case-Szenario zwar für unwahrscheinlich, bereitet sich aber vorsorglich schon mal vor. Bild: Archivbild MINI

| von Andreas Karius

Durch die vorsorgliche Schließung wolle man die Gefahr von Engpässen bei Zulieferern für den Bau von Minis umgehen. «Wir sind zwar der Meinung, dass dieses Worst-Case-Szenario unwahrscheinlich ist, aber wir müssen uns darauf einstellen», sagte Sprecher Piers Scott. Die jährlichen Wartungsarbeiten werden daher vom 1. April an stattfinden, die Produktion werde stillstehen.

Großbritannien will Ende März 2019 die Europäische Union verlassen. Die Verhandlungen zwischen London und Brüssel verlaufen sehr zäh.

Bereits am Montag hatte der größte britische Autobauer Jaguar Land Rover angekündigt, wegen des Brexits und der Dieseldebatte erheblich seine Produktion zu drosseln. Bis Weihnachten soll nur noch an drei Tagen pro Woche im Werk Castle Bromwich bei Birmingham gearbeitet werden. So könnten Entlassungen vermieden werden. Bereits im Frühjahr hatte der Autobauer angekündigt, 1000 Jobs zu streichen.