Bosch Yorii

Noch kann Bosch an seinen japanischen Standorten fertigen. - Bild: Bosch

Das teile ein Sprecher des Stuttgarter Stiftungskonzerns am Donnerstag mit. “Wir schauen auch optimistisch in die nächste Woche“. Eine längerfristige Prognose wagte er allerdings noch nicht: “Alles weitere müssen wir sehen”. Die Qualität der vorhandenen Daten nehme täglich zu, womit sich die Lage besser beurteilen lasse, erklärte der Unternehmenssprecher.

Problematisch ist aktuell vor allem die Situation bei einigen Zulieferern von Bosch, sogenannten Tier-2- bzw. Tier-3-Zulieferern. Mit einer engen Zusammenarbeit mit diesen Unternehmen will das schwäbische Traditionsunternehmen nach Aussage des Sprechers Engpässe gering halten oder möglichst sogar ganz vermeiden.

Wenn direkte Zulieferer der Autohersteller (Tier-1-Zulieferer) ihrerseits über einen längeren Zeitraum nicht genügend Komponenten geliefert bekommen können, sind sie irgendwann möglicherweise auch nicht mehr in der Lage, ihre Kunden ausreichend zu versorgen. Nach dem verheerenden Erdbeben in Japan und dem anschließenden Tsunami, der ganze Landstriche im Norden des Landes verwüstete, mussten viele Autohersteller wie Toyota, Nissan, Honda, aber auch der US-Konzern General Motors Produktionsstätten auf der ganzen Welt vorübergehend stilllegen.

Bosch betreibt in Japan 36 Standorte mit etwa 8.000 Mitarbeitern, davon rund 130 Deutsche. Ausländischen Mitarbeitern hatte Bosch unmittelbar nach dem Unglück freigestellt, Japan zu verlassen und unterstützte sie dabei, außer Landes zu kommen.

Dow Jones Newswires/gk