Benzindirekteinspritzung mit Bosch-Komponenten: Der Automobilzulieferer will in Asien der Hausmacht

Benzindirekteinspritzung mit Bosch-Komponenten: Der Automobilzulieferer will in Asien der Hausmacht Denso und anderen japanischen Herstellern verstärkt Konkurrenz machen. Bild: Bosch

Zu diesem Zweck werde Bosch versuchen, den Umsatz mit japanischen Autoherstellern zu erhöhen, die in den Ländern der ASEAN-Region stark vertreten sind, so Tyroller. ASEAN bezeichnet den Verband Südostasiatischer Nationen, darunter Thailand, Indonesien, Vietnam, Singapur und die Philippinen.

Bosch wird dem Bericht zufolge vermutlich Ende des Jahres damit beginnen, Motorenkomponenten in einem neuen Werk in Indonesien, einer Hochburg japanischer Autobauer, zu fertigen. Bosch wird dazu 10 Millionen Euro in die Fabrik investieren, und damit das sechste Werk in der ASEAN-Region errichten.

In Thailand stellt Bosch seit Ende letzten Jahres Bremskomponenten und andere Produkte her. Im Februar präsentierte Bosch außerdem Pläne, 160 Millionen Euro in die Erweiterung seines Forschungs-und Entwicklungszentrums in Indien zu investieren. Dort will Bosch Low-Cost- Technologien entwickeln, so Tyroller.

Der verstärkte Fokus von Bosch auf die ASEAN-Region unterstreicht den ständig zunehmenden Wettbewerb unter den Automobilzulieferern in Asien. Die Konkurrenz hat sich noch verschärft, seit Bosch seine gesamte Beteiligung am japanischen Erzrivalen Denso im November 2012 verkauft hat. Bereits im September 2012 hatte Denso Pläne vorgestellt, sein drittes indonesisches Werk zu errichten, das voraussichtlich in diesem Jahr seinen Betrieb aufnehmen wird.

Während Bosch versucht, bei Toyota, Densos Mutterkonzern, zu punkten, will Denso in Europa Boden gut machen. Bosch setzt seine Hoffnungen auf japanische Autohersteller, die wachsendes Interesse an Plattform-Strategien zeigen. Gefördert durch den schwachen Yen konnten die japanischen Autobauer in den letzten Monaten ihre Umsätze und Gewinne deutlich steigern.

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Andreas Karius/IHS