Prof. Herbert Kohler

Prof. Herbert Kohler: Mit der Produktion von eigenen Brennstoffzellenstacks will Daimler den direkten Zugang auf die entscheidenden Schlüsseltechnologien sicherstellen. - Bild: Daimler

Damit will das Unternehmen die Entwicklung und Produktion einer der wichtigsten Komponenten für Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzellen am Standort Vancouver bündeln.

Nach einer schrittweisen Test- und Hochlaufphase ab Anfang 2012 soll ab 2013 die Serienproduktion einer nächsten Generation von Brennstoffzellenstacks starten. In den so genannten “Stacks” werden mehrere Zellen in Reihe geschaltet. Sie sollen sich außer durch höhere Leistung und Effizienz vor allem durch ihre kompakte Bauweise auszeichnen. Der neue Brennstoffzellenstack eigne sich für den Einsatz in Limousinen wie etwa der Mercedes-Benz C- oder E-Klasse.

Herbert Kohler, Leiter e-Drive und Future Mobility bei dem DAX-Konzern, wertete das Vorhaben als einen weiteren wesentlichen Schritt zur Kompetenzsicherung auf dem Weg zum emissionsfreien Fahren.

Die Daimler AG arbeitet in Vancouver mit Ford und Ballard zusammen; mit den beiden Unternehmen hat sie im Februar 2008 die Automotive Fuel Cell Cooperation (AFCC) gegründet. Dort wurde auch der Brennstoffzellenstack entwickelt, der in der aktuellen Mercedes-Benz B-Klasse F-CELL sowie dem Stadtbus Citaro FuelCELL-Hybrid eingesetzt wird.

Ziel ist es, die gesamte Wertschöpfungskette für den Stack von der Materialforschung über Entwicklung bis hin zur Produktion unter Serienbedingungen abzudecken.

An dem neuen Fertigungsstandort wird auf rund 2.000 m² die Herstellung von Stacks für Brennstoffzellenfahrzeuge vorbereitet. Der Aufbau der Produktionsanlagen soll bis Anfang 2012 erfolgt sein. Nach einer schrittweisen Test- und Hochlaufphase soll dann ab 2013 die Serienproduktion der nächsten Generation von Brennstoffzellenstacks starten.

Mit der B-Klasse F-CELL produziert Mercedes-Benz seit Ende 2009 sein erstes Elektrofahrzeug mit Brennstoffzelle unter Serienbedingungen. Diese werden von Kunden in Europa und den USA im Alltagsbetrieb eingesetzt.

Dow Jones Newswires/Daimler/gk