Produktionsjubiläum in China: Der 500.000ste lokal produzierte Mercedes-Benz Pkw, eine C-Klasse Langversion, rollt in Peking bei Beijing Benz Automotive (BBAC) vom Band.

Der 500.000ste lokal produzierte Mercedes-Benz-Pkw rollt bei Beijing Benz Automotive (BBAC) vom Band. China kommt bei Daimlers Ziel, bis 2020 der führende Premiumhersteller zu sein, eine Schlüsselrolle zu.

“Es dürfte Ende nächsten Jahres keinen signifikanten Unterschied zwischen Mercedes und anderen deutschen Herstellern bei der Netzabdeckung geben”, kündigte der für die Region zuständige Vorstand Hubertus Troska am Mittwoch (10.12.) in Stuttgart an.

Daimler hatte im Vergleich zu den Erzrivalen Audi und BMW auf dem wichtigen Markt auch deswegen lange das Nachsehen, weil sich zwei unterschiedliche Vertriebsorganisationen gegenseitig das Leben schwer gemacht hatten. Zudem war der Verkauf insgesamt nicht breit genug aufgestellt. Die Schwaben wollen die beiden Konkurrenten bis 2020 weltweit unter anderem bei Absatz, Umsatz und Gewinn überholt haben.

Dabei kommt dem Riesenreich eine Schlüsselrolle zu: “China ist und bleibt für immer der größte Automarkt”, sagte Troska. “Wir müssen den Abstand (zur Konkurrenz) signifikant reduzieren, damit diese Gleichung aufgeht.” In diesem Jahr sollen 100 Händler in 40 Städten hinzukommen, so dass es bis Jahresende 440 sind. Auch im kommenden Jahr soll das Netz weiter ausgebaut werden.

2015 dürfte der Absatz in China Troska zufolge bei deutlich mehr als 300.000 Autos liegen. Bereits von Januar bis November dieses Jahres waren die Verkäufe von Mercedes-Benz in China um fast ein Drittel auf 252.819 Fahrzeuge gestiegen. Das Wachstum der Rivalen war aufs Jahr gesehen zwar schwächer. Audi verkaufte nach elf Monaten allerdings bereits 516.356 Autos in China, bei BMW waren es 415.209.

Einen Schub erhofft sich Troska künftig unter anderem von einer Ausweitung der lokalen Produktion. Der kompakte Geländewagen GLA soll Anfang 2015 etwa als erster Kompaktwagen vor Ort gebaut werden. Weitere sollen folgen, sind aber noch nicht bekannt.

Zudem kam mit dem Denza jüngst das erste Elektroauto von Daimler und seinem chinesischen Partner BYD (Build Your Dreams) auf den Markt. Der Wagen wird in der südchinesischen Stadt Shenzhen produziert .”Dem Denza stehen alle chinesischen Fördermittel zur Verfügung”, sagte Troska. “Das gilt nicht für die importierten Fahrzeuge.”

Alle Beiträge zu den Stichwörtern Daimler China

dpa/ks