Emblem-Montage bei VW in China

Emblem-Montage bei VW in China: Neue negative Medienberichte könnten das Unternehmen abermals in Bedrängnis bringen. Bild: Volkswagen

In der Sendung vom Mittwoch (18.3.) wurde laut der Nachrichtenagentur Reuters berichtet, durch die Leckagen könne sich Öl in der Ölwanne unter dem Motor ansammeln, was zu Bränden führen könne. Fahrzeugbesitzer aus acht chinesischen Provinzen hätten sich wegen des Problems Sorgen gemacht. Händler hätten die Fahrzeugbesitzer aber mit dem Hinweis vertröstet, dies sei ein normales Phänomen. In dem Bericht wurden die Limousine Magotan und das SUV Tiguan genannt. VW untersuche die Anschuldigungen.

“Wir sind uns der Medienberichte über das Thema Motorenöl bewusst und wir entschuldigen uns aufrichtig für jede Unnannehmlichkeit bei unseren Kunden”, sagte Volkswagen-Sprecherin Larissa Braun in einem E-Mail-Statement laut Reuters. “Wir nehmen derartige Berichte sehr ernst und haben bereits eine Untersuchung des Falles begonnen.” Das Unternehmen werde so bald wie möglich weitere Informationen herausgeben.

Bereits in einer Sendung vom 15. März hatte CCTV den Vorwurf erhoben, bestimmte Händler hätten zu hohe Preise verlangt und angedeutet, bei einer Reihe dieser Händler habe es sich um VW-Niederlassungen gehandelt. Unterdessen hat Jaguar Land Rover auf Vorwürfe gegen sein SUV Evoque reagiert. Das Unternehmen hat demnach Software-Updates herausgebracht, die Probleme mit dem Getriebe beheben sollen.

Ausländische Firmen wie Volkswagen sind in China besonders anfällig für negative Berichte in chinesischen Medien, die einen großen Einfluss auf die Kunden haben und die Verkaufszahlen nach unten ziehen können.

2013 hatte ein Bericht von CCTV über defekte Getriebe bei Volkswagen-Autos einen Rückruf ausgelöst.

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Andreas Karius