Elektromobilität_China_Ladeinfrastruktur

Die Entwicklung der Ladeinfrastruktur ist auch in China (im Bild ein Stromer der BMW-Marke Zinoro) ein kritisches Thema für den Erfolg der Elektromobilität. Nun wurden Pläne zur Einrichtung von 800.000 Ladestationen veröffentlicht. Bild: Zinoro

Die Zahl von 800.000 Ladepunkten nennen nun Berichte staatlicher Medien unter Berufung auf die nationale Energiekommission. Diesen zufolge schreitet der Ausbau der Infrastruktur mit großen Schritten voran. Alleine im vergangenen Jahr seien 100.000 öffentliche Ladestationen neu installiert worden, die Gesamtzahl liege jetzt bei 150.000. Damit ist aber erst der Anfang gemacht. Um die im Fünf-Jahres-Plan (2016 – 2020) von politischer Seite definierte Zahl von fünf Millionen Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden im Jahr 2020 zu versorgen, soll auf die enorme Zahl von 800.000 Ladestationen aufgestockt werden. So solle im Radius von 5 Kilometern eine Ladestation eingerichtet werden. Zur Erreichung des Ziels hat China den Bereich Elektro-Infrastruktur für private Investoren geöffnet.

Laut offiziellen Zahlen der Energiekommission seien durch die wachsende Zahl von Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden im Jahr 2016 400.000 Tonnen Benzin eingespart worden. Dem stand ein Verbrauch von 1,2 Milliarden Kilowattstunden Strom entgegen. In China wurden 2016 507.000 Elektroautos und Plug-in-Hybride neu zugelassen – ein Plus von 53 Prozent im Vergleich zu 2015.  Elektromobilität wird in China nicht nur aus Umweltgesichtspunkten stark gefördert, sondern weil sich das Land unabhängiger von Ölimporten machen will.