BYD e6

BYD hat bereits den elektrischen E6 im Angebot, im April wird die chinesische mit dem EV300 ein weiteres Elektromodell vorstellen. Bild: BYD

Miao Wei, Chef des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie, hat die Prognose erneut bestätigt: Für dieses Jahr erwartet die Behörde, dass 700.000 NEVs in der Volksrepublik abgesetzt worden. Das entspräche einer Verdopplung der Verkaufszahlen von 2015, die mit rund 330.000 Einheiten auch alles andere als schlecht ausfielen.

In Aussicht auf ein gutes Geschäft bringen insbesondere die lokalen chinesischen Hersteller immer mehr neue Modelle auf den Wachstumsmarkt. So erklärte auch Miao Wei gegenüber der South China Post: "Ich glaube diese Industrie wird mit großem Schwung weiter wachsen, solange die Regierung felsenfest an ihrer Incentive-Politik festhält." Beispiele für diesen Trend gibt es genug.

So plant BYD eine voll-elektrische Variante der Limousine Qin, die es bereits als Plug-In-Hybrid gibt. Wenn der neue Stromer von BYD auf der Peking Autoshow in diesem April seine Weltpremiere feiert, kommt das neue Steckdosenmodell von Zotye schon auf den Markt. Das E200 genannte Modell wird mit einem Kampfpreis von gerade einmal 10.500 Dollar bei den Händlern stehen. Diese Reihe ließe sich ohne Probleme weiter fortsetzen.

Neben Kaufanreizen für Normalbürger, verlangt Chinas Regierung zudem, dass die Staatsdiener elektrisch fahren. Künftig müssen mehr als 50 Prozent der neuen Dienstwagen sogenannte NEVs sein. Bislang hatte die staatliche geforderte Quote  bei 30 Prozent gelegen. Marktbeobachter erwarten, dass diese Politik die Produktions- und Verkaufszahlen der NEVs weiter befruchtet.